Internationale Fern-Universitäten:
Fernstudium an einer Uni in USA oder England, ist das nicht paradox?

Genau diese Frage hat sich das Team von Fernstudium Direkt gestellt. Warum in aller Welt sollte ich ein Fernstudium an der Phoenix University oder der Londoner Open University beginnen? Ein Fernstudium mache ich doch zu Hause in meinen eigenen vier Wänden, was bringt es mir also, wenn ich mich an einer ausländischen Fern-Universität einschreibe?

Diese Fragen sind Grund genug, sich zwei der größten internationalen Fern-Unis etwas näher anzusehen - die Londoner Open University und die Phoenix University in den USA. Wir möchten gerne wissen was Fernstudenten dazu bewegt, sich ausgerechnet an diesen Universitäten für ein Fernstudium einzuschreiben, denn irgendwelche Vorteile müssen sich wohl daraus ergeben.

Schon kurz nach dem Beginn unserer Recherchen lag der Hauptgrund für die große Beliebtheit internationaler Fernunis schon klar auf der Hand: Während in Deutschland gerade ein Fernstudium mit Master- oder gar MBA-Degree fast immer auch Präsenz-Seminare beinhaltet, kann man an der Phoenix University oder der Open University solche Titel auch komplett online erreichen.

Auch das Angebot an Fachrichtungen für MBA-, Master- und Bachelor-Degrees ist bei diesen Unis um ein Vielfaches umfangreicher als bei jedem deutschen Fernstudium-Anbieter. Da drängt sich geradezu die Frage auf, ob ein Abschluss an einer dieser beiden Universitäten auch genauso angesehen ist wie ein gleichwertiger Abschluss an einer deutschen Fern-Uni. Zu diesem Thema findet man viel Kritik aber auch wahre Lobeshymnen - Fazit ist jedoch, dass kein einziger Abschluss auch ein Garant für einen guten Job sein kann.

Viele künftige Fernstudenten schrecken jedoch vor einer Anforderung zurück, die bei allen internationalen Fernunis unbedingt erfüllt sein muss: Perfekte Englischkenntnisse in Schrift und Sprache! Da die meisten Menschen hierzulande schon mit der deutschen Sprache ihre liebe Mühe haben, wagen wir zu bezweifeln, dass der Prozentsatz von perfekt englisch-sprechenden Menschen exorbitant hoch ist.

Schon wissen wir (und Sie) Bescheid - es ist also theoretisch möglich, sich für einen unterschiedlich langen Zeitraum in seiner Wohnung einzuschließen und diese nach ungefähr zwei Jahren harten Lernens mit einem schicken Talar, samt Doktorhut und dem MBA-Degree in der Tasche wieder zu verlassen.
Nachfolgend haben wir die Open University und die Phoenix University kurz für Sie porträtiert.


University of Phoenix
http://www.phoenix.edu/
Ungefähr eine viertel Million Studenten sind derzeit an der Universtity of Phoenix (kurz UOP) eingeschrieben, die meisten davon sind berufstätige Erwachsene die ein Fernstudium absolvieren. Die UOP wurde 1979 gegründet und verfügt über fast 200 Hochschulgelände in den USA, Kanada, Mexiko und Puerto Rico diese Areale dienen aber lediglich der Administration und dem Klassenunterricht. Die UOP wird gerne als Paradebeispiel für die Erfolgsstory einer virtuellen Universität angeführt und nimmt somit auch eine Vorreiter-Rolle im Sektor Distance-Learning ein. Interessant sind vor allem die Fachrichtungen, für die in Deutschland noch keine Fernkurse und schon gar keine reinen Online-Kurse existieren.


The Open University
http://www.open.ac.uk/
Die Open University (kurz OU) wurde bereits im Jahr 1969 gegründet und 1983 um die Open University Business School erweitert. Mit rund 80 Studiengängen, fast 600 verschiedenen Fernkursen und einem der weltweit größten MBA-Programme, zählt die OU zu den wichtigsten Business-Schools in Europa. Aufnahmebedingungen wie Abitur oder TOEFL-Sprachtest gibt es bei der OU keine, obwohl grundsätzlich auf englisch studiert wird. An über 30 Standorten in ganz Europa sind Büros der OU zu finden. Circa 200.000 Studenten sind pro Jahr an der OU eingeschrieben, wobei nur knapp über 100 davon vor Ort in Milton Keynes studieren - die restlichen 190.900 sind Fernstudenten aus aller Welt.

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