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MYQ Bildungsmesse geht neue Wege

11. Oktober 2016 von Julia Leutloff in Aktuelles

Karriere- und Absolventenmessen gibt es mittlerweile einige, doch kaum eine Veranstaltung hat ihren Fokus dabei tatsächlich auf die berufsbezogene Weiterbildung gesetzt. Die Messe-Gründer von myQ möchten genau diese Lücke in unserer Bildungs- und Messelandschaft schließen und schaffen mit ihrem Konzept einen neuen Touchpoint für Interessierte und Anbieter. Als Partner von myQ sprachen wir vorab mit den Initiatoren der Messe.

Individuellen berufsbezogenen Erwachsenenbildung

Stellt euch und euer Projekt doch erst einmal kurz vor. Wie unterscheidet sich eure Messe von anderen Veranstaltungen und an wen richtet sich euer Angebot in erste Linie?

Die myQ ist die erste Publikums- und Fachmesse im Bereich der individuellen berufsbezogenen Erwachsenenbildung und der betrieblichen Weiterbildung. Sie richtet sich gleichermaßen an bildungsinteressierte Berufstätige, Führungskräfte mit Verantwortung für Mitarbeiter- und Teamentwicklung und Personaler.

Das Konzept der myQ setzt vor allem auf direkten Austausch zwischen Bildungsinteressierten und Bildungsanbietern. Man bekommt nicht nur reichlich Informationen, sondern auch direkte Beratung zu seiner persönlichen Situation. Die myQ schließt damit eine Lücke zwischen den klassischen Absolventenmessen, Jobmessen und Fachmessen für Personaler.

Warum ist gerade für diese Personengruppe das Thema Weiterbildung so wichtig?

Die Themen berufsbegleitendes, lebenslanges Lernen, Erwachsenenbildung und die persönliche Weiterentwicklung werden immer wichtiger. Zum einen wird Weiterbildung durch die zunehmende Digitalisierung, den laufenden technischen Fortschritt und auch durch neue Forschungen nicht nur notwendig, sondern auch über miteinander verknüpfte technische Plattformen auch immer leichter verfügbar. Dadurch gewinnt es auch eine immer stärkere persönliche Komponente, da ich mein Lernpensum an die Lebenssituation besser anpassen kann. Durch Weiterbildung sehen wir auch die Chance uns selbst zu verwirklichen. Mittlerweile bilden sich gut die Hälfte aller Deutschen regelmäßig weiter, mindestens einmal im Jahr. (Quelle: Adult Education Survey 2014, 2015)

flexible Lern-Arbeitsmodellen für Unternehmen

Wie können denn auch Unternehmen dazu beitragen, die Lust am Lernen aufrechtzuerhalten?

Unternehmen sollten eine Kultur der Weiterbildung fördern und ihren Mitarbeitern immer wieder Optionen bieten. Wichtig ist, einen offenen Blick zu behalten und, wenn möglich ein breites Feld anzubieten und auch mal über den Tellerrand hinauszublicken. Es muss nicht immer zwingend eine berufsbezogene Fortbildung sein. Auch Sprachkurse oder Rhetorikkurse können Anreize bieten und den Mitarbeiter motivieren sich weiterzubilden.

Unternehmen können außerdem die Lust am Lernen fördern, in dem sie neue und innovative technische Voraussetzungen für Weiterbildungen schaffen. Also flexible Programme, die sich individuell auf Lernbedarf und die persönliche Situation anpassen lassen. Das bedeutet auch die Einführung von flexibleren Lern-Arbeitsmodellen, die über das reine freistellen für Weiterbildungen hinausgehen.

Personaler und Mitarbeiter mit Teamverantwortung sind darum ebenfalls herzlich eingeladen, die myQ zu besuchen, sich über Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren und auch Fachebene auszutauschen.

Wo glaubt ihr, liegen die größten Herausforderungen für Anbieter auf die veränderte Lebensführungen und -planungen vieler zu reagieren?

Weiterbildung muss so flexibel werden, wie wir es selbst heute in unsere Lebens- und Job-Konzepten sind. Lernphasen müssen immer individueller gestaltbar sein, gleichzeitig ist nach wie vor der persönliche Support wichtig. Die Kombination von On-Demand-Learning mit individuellem Service, dass wird eine der großen Aufgaben sein.

Daneben müssen zusätzlich nachhaltige Lerninhalte entwickelt werden, die sich dem technischen Fortschritt nicht versperren, sondern sich einfügen.

Welche Qualifizierungen sind erforderlich um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Hier sehen wir zwei Bereiche. Zum einen die fachspezifischen Weiterbildungen und Qualifizierungen, die man einfach braucht, um in seiner Branche auf dem Laufenden zu bleiben. Und zum anderen die Ausbildung sozialer und interkulturelle Kompetenzen. Diese erachten wir als die zunehmenden Schlüsselqualifikationen der die Zukunft.

Nachhaltige Weiterbildung als Schwerpunktthema

Noch einmal zu eurer Messe: Könnt ihr schon einmal etwas zum Rahmenprogramm verraten?

Es wird einige spannende Vorträge und Redebeiträge geben. Unter anderem vom Deutsche Institut für Erwachsenenbildung und von Buhr und Team, der Akademie für Führung und Vertrieb. Inhaltlich unterstützt werden wir außerdem durch die bekannten Online-Plattformen fernstudium-direkt.de und kursfinder.de.

Ein großes Thema wird die Finanzierung von Weiterbildung sein, dabei insbesondere die „Nachhaltige Weiterbildung“, also wie eine Maßnahme betriebswirtschaftlich wertvoll wird. Wir beschäftigen uns außerdem damit, was die Digitalisierung für das Lernen im Unternehmen bedeutet, wir stellen einige neue Coaching-Ansätze vor, sprechen über Brand Coaching, aber auch über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Können sich denn Weiterbildungsinteressierte auch direkt Vorort mit den Anbietern zu einer ersten Beratung treffen?

Das ist einer der Kernpunkte unseres Messekonzeptes. Die myQ soll Bildungsinteressierten eine holistische Plattform bieten, auf der sie sich direkt beim dem Bildungsanbieter informieren können, wo sie aber auch Beratung und Entscheidungshilfe finden.

Wir arbeiten derzeit daran, dass im Vorfeld direkt Termine für Gespräche vergeben werden können.

Vielen Dank, wir freuen uns auf jeden Fall schon! 

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