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Warum ein Fernstudium die überzeugende Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft ist

08. März 2017 von Christian in Aktuelles

Das Rustinsche Lehrinstitut für Selbstunterricht, das noch vor dem Ersten Weltkrieg in Potsdam gegründet wurde, war der erste Anbieter für Fernstudiengänge. Natürlich gab es zu jener Zeit noch keine Möglichkeit, Studieninhalte digital aufzubereiten. Aber Studienbriefe mit Lehraufgaben, die nach Hause verschickt wurden, waren schon damals ein probates Mittel, um auch denjenigen einen Bildungszugang zu gewähren, die beim Studium nicht vor Ort sein konnten. Die Argumente für oder gegen ein Fernstudium sind heute nahezu alle bekannt. Merkwürdig genug bleibt, dass ein kräftiges Argument für die Weiterbildung in Form eines Fernstudiums selbst von den Anbietern nur selten genannt wird.

Fernstudium – Die Lernform der Zukunft

Am bundesweiten Fernstudientag öffnen viele Anbieter wieder ihre Tore. Jeder Interessierte kann sich von der Fernschule seiner Wahl ein eigenes Bild machen. Viele Fernstudiengänge sind ohnehin immer auch nur mit gewissen Präsenzphasen zu denken. Also macht es Sinn, sich einmal vor Ort über die Ausstattung und Kapazitäten der Anbieter zu informieren. Großzügig zeigen Fernhochschulen und Fernschulen dann alle Räume und informieren über die jeweiligen Studiengänge. Was Sie selten an diesem Tag zeigen, sind exemplarische Studienbriefe, Lehrmaterial oder digital aufbereitete Lehrinhalte. Genau hier aber holen die Fernhochschulen gerade qualitativ enorm zu den herkömmlichen Hochschulen und Fachhochschulen auf. Die Lehrinhalte in einem Fernstudiengang sind denen eines vergleichbaren Fachstudienganges im Rahmen eines Präsenzstudiums längst gleichwertig.

Reine Präsenzstudiengänge gibt es in Deutschland nicht mehr

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Was viele nicht wissen: An vielen Hochschulen und in vielen Hochschulstudiengängen, die als Präsenzstudiengänge gelten, werden mittlerweile bis zu 40 % der Lehrinhalte ebenfalls digital aufbereitet und an die Studenten weitervermittelt. Hochschulen und Fachhochschulen haben längst auf die Notwendigkeit einer flexibleren Lernzeit reagiert. Nur stellen sie es gern noch anders dar.

Eine Differenzierung im Kampf um zukünftige Studenten ist vielen Universitäten nach wie vor wichtig. Das weckt heute bei vielen falsche Vorstellungen. Warum sollen junge Menschen heute in eine weit entfernte Universitätsstadt ziehen, enorme Mehrkosten auf sich nehmen, wenn das Lehrangebot von Präsenzstudiengängen sich dem von Fernhochschulen immer weiter annähert? Die Abschaffung der Anwesenheitspflicht, die bereits in NRW eingeführt wurde und nun auch deutschlandweit diskutiert wird, droht den Universitäten ihr wesentliches Alleinstellungsmerkmal zu nehmen.

Reine Präsenzstudiengänge gibt es allerdings in Deutschland ohnehin nicht mehr. Jede Hochschule verfügt über digitale Lernplattformen und  verwendet diese auch im Zuge der Erfüllung der Studienvorgaben. Das spart enorme Personalkosten, lässt aber die ursprünglichen Unterschiede zwischen Hochschulen und Fernhochschulen auf das Gleiche zusammenschmelzen.  Die Wahrheit ist, dass auf die herkömmlichen Hochschulen und Fachhochschulen in den nächsten Jahren eine große Legitimationskrise zukommt. Davon werden die Fernschulen profitieren, die akademische Bachelor- und Masterabschlüsse in ihr Portfolio aufnehmen oder bereits aufgenommen haben. Die Konkurrenz arbeitet den Fernhochschulen  gerade gewaltig zu, weil sie es immer weniger schafft, persönliche Bindungsmerkmale zwischen Lehrenden und Studierenden herzustellen.

Die Probleme an Deutschland Universitäten sind hausgemacht

Houston, we have a problem! Die sind hausgemacht. Die Probleme haben nämlich weniger mit dem demografischen Wandel zu tun, sondern viel mehr mit der Personalpolitik von Hochschulen. Nirgendwo anders gibt es so viele prekäre Stellen für wissenschaftliches Personal, nirgendwo ist die Rate befristeter Arbeitsverträge so hoch. Ganz zu schweigen von den freien Lehrkräften, die zunehmend schlechter  für Lehraufträge bezahlt werden und mitunter wie akademische Leiharbeiter behandelt werden. Diese Fehlentwicklungen führen zur kompletten Demotivation des wichtigen akademischen Mittelbaus. Es ist vorauszusehen, dass es diesen in zehn Jahren nicht mehr geben wird.

Es gelingt heute nur noch wenigen Hochschulen, sich mit akademischen Exzellenzforschern und einem nachhaltig geförderten akademischen Mittelbau einen Vorteil in Form eines identitätsstiftenden Personalmarketings zu schaffen. Der Professor XY steht für die Hochschule YZ und für gute Lehre und Forschung. Diese so wesentliche Form der Mundpropaganda von Alumnis gilt nicht mehr. Und selbst die letzten bekannten Forscher, mit denen eine Hochschule für ihr Image werben darf, sind dann meist noch mehr um Forschung als um die Lehre vor Ort bemüht. So verständlich es ist, wenn die Eitelkeit einen umgreift, so sinnlos ist ein Präsenzstudiengang für Studenten, wenn der Professor selten anwesend oder ansprechbar ist und einem schließlich die Bachelor- oder Master-Note unpersönlich am Telefon mitteilt.

Im Zuge der zunehmenden wirtschaftlichen Selbstverwaltung auf der einen Seite und einer steigenden Abhängigkeit zu Bundestöpfen  und Hochschulpakten auf der anderen Seite haben nur die wenigsten Hochschulmanager bisher einen zukunftsfesten Plan entwickeln können. Aus Rektoren werden nun mal keine Wirtschaftsmanager. Aus Dekanen keine Controller. Da sind die Fernhochschulen heute viel effizienter aufgestellt, weil sie schon immer wirtschaftlich effizient kalkulieren mussten.

Das stärkste Argument für Fernstudiengänge

Egal, ob in Form einer beruflichen Weiterbildung oder als akademischer Studiengang. Das Lernen zu Hause zeigt die Selbstdisziplin und Selbstorganisation von Lernenden, die als Eigenschaften immer stärker von Arbeitgebern verlangt werden. Berufsprofile sind mit der Digitalisierung einem radikalen Wandel unterworfen. Mit der digitalen Entwicklung geht also ein verändertes Anforderungsprofil an Studenten und Lernende einher, das in einem wesentlichen Prinzip mit dem Grundprinzip des Fernstudiums deckungsleich ist. Sowohl im Arbeitsleben heute als auch im Fernstudium müssen sich die meisten Inhalte von Weiterbildenden selbst angeeignet werden. Genau darauf bereiten einen Fernstudiengänge effizienter vor. Und verpassen tun die Studenten von morgen auch nichts. Denn es passiert ohnehin nicht mehr ganz viel beim Präsenzstudium an herkömmlichen Hochschulen.

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