Studium: Theorie und Praxis erfolgreich in Einklang bringen

11.02.2016 | von Fabian Haubner in Tipps und Ratschläge |  3 Min.

Ein Studium ist in vielen Fällen immer noch sehr theorielastig. Es gibt zwei Dinge, die Studenten tun können, um ihr Studium sinnvoll anzureichern.
 



Lange Zeit galt ein erfolgreich abgeschlossenes Studium als die Eintrittskarte schlechthin für ein reibungsloses Berufsleben. Inzwischen jedoch ist es eher eine gute Ausgangsposition. Das gilt im Besonderen für Studiengänge, die nicht auf eine bestimmte Karriere abzielen. Sie sind stark theorielastig und praktische Erfahrung gilt hier immer noch als Freiwilligkeit.

Studenten solcher Fächer merken meist nach dem Abschluss, wie schwer es sein kann, sich eine lückenlose Karriere aufzubauen. Denn zwar verfügen sie über ein intensives Fachwissen, können aber den zumeist breitgefächerten Anforderungen vieler Stellen nicht genügen. Solange sie nicht explizit eine Unikarriere planen, kann das zum Problem werden. Dabei ist auch solch ein theoretisches und fachkonzentriertes Studium grundsätzlich geeignet für ein vielversprechendes Berufsleben, solange es mit einem gewissen Maß an Berechnung geplant wird.

Was können Studenten also tun, um ihr Studium sinnvoll anzureichern? Im Grunde gibt es zwei Schlüsselfaktoren, die sich nicht nur günstig auf den Lebenslauf auswirken, sondern auch entscheidend die persönliche Bildung fördern.

Praktische Erfahrung

Entscheidend ist gerade bei einem Studium, das keinen genauen Karrieweg vorschreibt, dass es Spaß macht. Denn nur so ist es möglich, sich auch durch unsichere Zeiten zu kämpfen. Wer hinter seinem Studium stehen kann und mit Interesse dabei ist, wird auch später darauf aufbauen können. Auch wenn am Anfang der Studienzeit das Berufsbild noch vage ist: meist kristallisiert sich in den ersten Semestern heraus, in welche Richtung es gehen soll.

Ist das grobe Ziel erst ein mal erarbeitet, gilt es – auch und gerade, wenn es nicht Pflicht ist – praktische Erfahrung zu sammeln. Sowohl Praktika als auch Auslandsaufenthalte bringen Erfahrungswerte, die für den Arbeitsmarkt von hohem Wert sind. Sie helfen dabei, die Theorielastigkeit des Studiums auf handfeste Weise zu ergänzen. Und auch die richtigen Studentenjobs können Potential bergen: Besonders wenn sie fachrelevant sind, bieten sie genauso wie Praktika oder Auslandsaufenthalte eine gute Gelegenheit, Erfahrung zu sammeln und nicht zuletzt Networking zu betreiben. Hier können nachhaltige Beziehungen aufgebaut werden, die sich nach Abschluss der Studienzeit auszahlen können.

Weiterbildung

Ein Studium kann nicht nur einseitig hinsichtlich der Theorie sein, sondern auch per Definition, wenn es um die Materie geht. Um sich aber für den Arbeitsmarkt attraktiver zu machen, ist es gerade hier wichtig, dem zukünftigen Arbeitgeber eine breite Palette an Fähigkeiten anbieten zu können. Natürlich gibt es keine Pauschal-Anleitung, welche Weiterbildung sich am günstigsten auf den Karrieweg auswirkt. Es macht aber Sinn, sich etwas zu suchen, dass vielseitig anwendbar und vor allem in dem gewünschten Berufsfeld gefragt ist.

Interdisziplinäres Denken ist gerade beim Karriereaufbau wichtig. Es gilt: Wer sich über die fachlichen Grenzen hinaus weiter bildet, reichert seine Fähigkeiten entscheidend an. Er öffnet sich für Stellen, die sonst nicht unbedingt auf seinem Fachgebiet liegen. Im Idealfall kann er also seine Interessen mit solchen Fähigkeiten verbinden, die an sein Studium anknüpfen ihm ein weiteres Feld an potentiellen Stellen öffnen.

Weiterbildungen sind nicht nur für das fachliche Wissen von Vorteil, sondern sie setzen auch für den Arbeitgeber ein wichtiges Signal: Wer seine Wissensgebiete breit streut, macht sich nicht nur für den Arbeitsmarkt und unterschiedliche Arbeitsbereiche attraktiver, sondern zeigt auch Flexibilität und Offenheit. Beides Eigenschaften, die bei zukünftigen Chefs als soft skills gerne gesehen werden. Wird schon während des Studiums klar, dass für das angestrebte Karriereziel eine Weiterbildung notwendig ist oder aber sich positiv auswirkt, kann sie schon frühzeitig organisiert werden. Auf diese Weise ist es möglich, sie nahtlos an das Studium anzuknüpfen, um so eine klare Linie in der Karriereplanung zu verfolgen.

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Zusammenfassung

Es gibt viele Arten ein theorielastiges Studium zu ergänzen. Entscheidend ist die Vielseitigkeit. Wer bereit ist, sich auch über sein eigentliches Interessensgebiet hinaus weiter zu bilden, findet so die ideale Kombination zwischen wertvollem Fachwissen und Praxiserfahrung.