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Interview mit Angelika Fleckenstein (Psychologische Fachberaterin)

19. März 2010 von in Erfahrungsberichte

Fernstudium Direkt beginnt die Interview-Reihe mit Personen rund ums Fernstudium mit der ehemaligen Fernstudentin Angelika Fleckenstein, die im Jahr 2008 an der Hamburger Akademie für Fernstudien ihr Fernstudium zur Psychologischen Fachberaterin / Personal Coach absolvierte.

Frau Fleckenstein, was hat Sie dazu motiviert, dieses Fernstudium zu machen?

Schon sehr lange in meinem Leben berate und betreue ich Menschen, kann gut zuhören und intuitiv Hilfe leisten. Vor drei Jahren stellte ich fest, dass das meine eigentliche Berufung ist, dass die Dinge, die ich in meinem Job tat, mich gar nicht interessierten, geschweige denn begeisterten und zufriedenstellten. Stattdessen bezog ich Freude daraus, anderen in Gesprächen eine Hilfe, eine Stütze, eine Begleiterin zu sein. Ich erkannte, dass ich die Fähigkeit hatte, zwischen Menschen, die im Konflikt miteinander standen, zu vermitteln, Lösungen zu erkennen und diese Menschen anzuleiten, diese in ihrem Leben umzusetzen. Auch z.B. im Sinne meiner Arbeitgeber, die sich diese Fähigkeit gern zunutze machten, diese jedoch nie anerkannten, lobten oder gar bezahlten. So beschloss ich, dieser Fähigkeit auch das theoretische Hintergrund- und Basiswissen zuzuführen, um aus der Berufung den Beruf zu machen.

Man lernt, wenn man aufnahmebereit ist

Haben Sie bereut, das sie dieses Fernstudium gemacht haben?

Nein, absolut nicht.

War es einfach für Sie, das Zeit/Lernpensum zu organisieren, wie haben Sie das gemacht?

Als beruftätige Frühaufsteherin nutzte ich zunächst die ganz frühen Morgenstunden, um bei Kaffee und Müsli den Stoff zu studieren, Notizen zu machen. Am Abend bearbeitete ich dann das Gelesene meist schriftlich für zwei bis drei weitere Stunden. Dann natürlich ca. 4 Stunden am Samstag und am Sonntag. Auch Lernpausen hielt ich für wichtig und legte die Bücher entschieden zur Seite, wenn der Kopf signalisierte, dass er nicht mehr aufnahme- und verarbeitungsfähig war. Dann ging ich spazieren oder beschäftigte mich einfach mit anderen Dingen. Das hätte ich konsquent so weitergeführt.
Eine schlimme Erkrankung warf mich allerdings aus dem normalen Alltag und bescherte mir das Glück, mich voll und ganz dem Fernstudium widmen zu dürfen. Körper und Seele waren angeschlagen und krank, der Geiste mochte arbeiten. Alles lief plötzlich Hand in Hand. Körper, Geist und Seele UND DAS FERNSTUDIUM... ich halte das rückblickend betrachtet für DIE Chance, die das Leben mir schenkte.

Hatten Sie Motivationslöcher?

Klar hatte ich die! Meistens geboren aus einer Unlust, einem lässigen <das hat Zeit bis später> - Denken und auch aus einer gewissen Überheblichkeit herrührend. Überheblichkeit deshalb, weil mir der Stoff inhaltlich mehr als vertraut war durch jahrelanges Beschäftigen mit dem breiten Spektrum der Psychologie und Kommunikation. Ich dachte, hey kenne ich doch, da kann ich es ein bisschen locker angehen lassen. Ein Trugschluss freilich, denn ich geriet hier und da aus meinem eigenen Zeitplan.

Wie haben Sie diese Motivationslöcher überwunden?

Hier kam mir zugute, dass ich auf dem Online-Campus der HAF eine nette Bekanntschaft machte mit einer Studentin aus der Nähe von Hannover. Sie hatte nur wenig später mit dem gleichen Studium begonnen und wollte mit mir zusammen lernen. Eine super Idee und ein weiser Entschluss für uns beide. Wir verabredeten feste Telefonzeiten (feste Uhrzeit, fest vereinbarte Telefonatsdauer) für den Wissensaustausch bzw. das gemeinsame Erarbeiten neuen Lehrstoffes, tauschten uns auch per eMail rege aus.
Traten auch dann Motivationslöcher auf, gingen wir spielerisch damit um. Wir kreierten zum Beispiel Slogans für das gegenseitige Anstacheln der Lernlust, ähnlich wie im Mannschaftssport. Das hat sehr geholfen. Wir absolvierten unser Studium in weniger als der Regelstudienzeit von 15 Monaten und schlossen beide mit einer Super-Note ab.

Die Betreuer sind eigentlich immer erreichbar

War das Unterrichtsmaterial qualitativ hochwertig und war der Fernkurs sinnvoll aufgebaut?

Diese Fragen kann ich grundsätzlich bejahen. Allerdings ist natürlich der Stoff aufgrund der Kürze des Studium sehr komprimiert. Es ist schon erforderlich, sich einiges an Fachliteratur zuzulegen (es werden ja vonseiten der HAF auch entsprechende Vorschläge gemacht). Des weiteren war es unerlässlich, viel im Internet zu recherchieren und sich mit anderen Studierenden auszutauschen.

Fühlten Sie sich durch den/die Studienleiter gut beraten und betreut?

Ja, der für mich zuständige Studienleiter war per Mail (und auch telefonisch) für mich erreichbar, beantwortete meine Fragen zeitnah und detailliert. Auch die Studienbetreuung der HAF war jederzeit erreichbar und stand mir in allen meinen Fragen kompetent zur Seite.

Waren Sie zufrieden mit der Bearbeitung Ihrer Einsendeaufgaben und waren diese ausreichend kommentiert, wenn nötig kritisiert und wurden sie entsprechend mit Anregungen versehen in einem angemessenen Zeitrahmen zurückgegeben?

Mein Studienleiter benötigte in der Regel ca. 5 bis 8 Tage für die ausführliche Bearbeitung meiner Einsendeaufgabe. Er verteilte Anerkennung und Lob reichlich, wo es zutreffend war, kritisierte sachlich, indem er gleichzeitig eine Anregung, einen Literaturhinweis gab oder auch eine vertiefende, weiterführende Frage an mich stellte, die mir dann weiterhalf. Seine Art, meine Aufgaben zu bearbeiten und zu kommentieren hatte stets einen starken Motivationsschub zur Folge (Eigentlich nicht erstaunlich, denn der Studienleiter ist natürlich ein praxiserprobter Coach).

Fanden Sie sich gut auf die Abschlussprüfung vorbereitet?

Eine Abschlussprüfung gab es ja nicht. Dieser Fernlehrgang endete mit einem Praxisseminar des Qualitätsring Coaching, der über eine Woche ging, nicht eben preiswert war und letztlich einen Effekt hatte: man erwarb dadurch ein Zertifikat, das zur Mitgliedschaft im QRC des Dr. Migge berechtigt. Diese wiederum ist mit einer nicht preiswerten Aufnahmegebühr und Beiträgen verbunden... - ich hatte mich angemeldet, habe jedoch wieder gecancelt. Davon abgesehen, dass ich das Geld nicht hatte, fühlte ich mich nicht wohl mit der hier geschilderten Schlussfolgerung. Hätte es eine Abschlussprüfung gegeben, JA, ich wäre gut vorbereitet gewesen! Ein Zertifikat werde ich demnächst in dem Verband erwerben, dem ich angehöre. Das dient mir der Selbstprüfung, ist mit nur geringen Kosten verbunden und wird von erfahrenen Psychotherapeuten und Personal Coaches überwacht.

Eine letzte Frage noch: Haben Sie Ihre neue Qualifikation mittlerweile zum Beruf gemacht?

Ich bin gerade dabei, eine psychologische Beratungspraxis aufzubauen - Informationen darüber finden Sie unter folgendem Link: http://www.af-coaching.de

Herzlichen Dank Frau Fleckenstein für das aufschlussreiche Interview. Fernstudium Direkt wünscht Ihnen gutes Gelingen und viel Erfolg bei dem Aufbau Ihrer Praxis.

Bildnachweis: CC-BY/deathtostock