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8 gute Gründe, warum sich eine berufliche Weiterbildung lohnt

28. September 2022 von Jana Babilon in Fakten & Studien

Viele Arbeitnehmer:innen, die über eine nebenberufliche Weiterbildung oder eine Weiterbildung im Fernstudium nachdenken, haben vor allem eine Frage im Kopf: Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Immerhin ist eine Weiterbildung mit teils recht hohen Kosten, weniger Freizeit und einer Menge Lernen verbunden. Wer all das in Kauf nimmt, möchte danach verständlicherweise belohnt werden.

Wenn du auch zu dieser Gruppe gehörst, kannst du beruhigt sein. Denn ja, Weiterbildung bedeutet mehr Stress, aber es lohnt sich – mit Sicherheit auch für dich. Falls du dir immer noch denkst „Das kann ja jeder behaupten“, kommen hier acht knallharte Fakten und gute Gründe, die den Nutzen einer Weiterbildung belegen und dich zum durchstarten motivieren.

Grund 1: Aus- und Weiterbildungen schützen vor Arbeitslosigkeit.

Seit Jahren geistert der Begriff „Fachkräftemangel“ durch die Wirtschaft. Ständig wird bemängelt, dass keine passenden Bewerber:innen gefunden werden und Stellen leer bleiben müssen. So konnten laut einer aktuellen IAB-Studie 36 % der befragten Unternehmen ihre offenen Stellen zwischen 2021 und März 2022 nicht besetzen. Leider bedeutet das natürlich auch, dass viele Bewerber:innen mit zu niedriger Qualifikation ohne Arbeit bleiben. Um dieser Gefahr zu begegnen, gibt es nur einen Weg: Mach dich zur begehrten Fachkraft!

In einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertag e. V. lässt sich konstant ein deutlicher Zusammenhang sowohl zwischen akademischer Bildung und Arbeitslosigkeit als auch zwischen beruflicher Weiterbildung und Arbeitslosigkeit beobachten:

  • Je höher die Qualifikation, desto seltener die Arbeitslosigkeit.
  • Während die Arbeitslosenquote im Jahr 2018 bei Akademiker:innen bei 2,1 % lag, betrug sie bei Fachkräften, die sich zum:r Meister:in oder Techniker:in weiterqualifiziert haben, nur 1,2 %. Das zeigt: Eine Ausbildung mit anschließender Aufstiegsfortbildung schützt besser vor Arbeitslosigkeit als ein Studium.

Grund 2: Weiterbildung ist eine wichtige Voraussetzung für den beruflichen Aufstieg.

Wer nicht dauerhaft auf seiner aktuellen Jobposition hängen bleiben und seinen Traumjob endlich ergattern möchte, kommt am Thema Weiterbildung kaum vorbei. Das Marktforschungsinstitut forsa hat in einer Umfrage interessante Zusammenhänge zwischen der Bewerbendenauswahl und Weiterbildung gefunden: Unabhängig von der Unternehmensgröße achtet über die Hälfte aller Personaler:innen bei der Auswahl geeigneter Kandidat:innen auf den Nachweis nebenberuflicher Weiterbildung. Für nur 10 % sind die Fortbildungen der Bewerber:innen eher unwichtig. Besonders Weiterbildungen im Fernunterricht kommen bei Personaler:innen sehr gut an, denn:

  • Rund 83 % halten der Umfrage zufolge Fernlehrgänge aufgrund der hohen Flexibilität der Lernzeiten für ideal zur Fortbildung von Berufstätigen.
  • 90 % der Personalchef:innen sehen die Absolvierenden von Fernlehrgängen zudem als besonders eigenmotiviert, zielstrebig und selbständig an.
  • Über 80 % bescheinigen ihnen außerdem auch noch große Flexibilität sowie ein gutes analytisches Denkvermögen.

Die Attraktivität weitergebildeter Arbeitnehmer:innen geben auch Zahlen aus der DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung wieder. So geben 65 % der knapp 20.000 Teilnehmer:innen an, dass sich die Weiterbildung vorteilhaft auf Ihre berufliche Entwicklung ausgewirkt hat. Zu den beruflichen Vorteilen zählen:

  • mehr Kompetenz / Sicherheit im Beruf
  • Anerkennung durch Arbeitgeber und Kollegium
  • höhere Position / größerer Verantwortungs- und Aufgabenbereich
  • finanzielle Verbesserung
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes
  • bei gleicher Position bessere Bewältigung der gestellten Aufgaben und
  • Arbeitsplatz gefunden.

Grund 3: Die Konkurrenz schläft nicht.

Rund 6,2 Millionen aller Arbeitnehmer:innen in Deutschland haben im Jahr 2020 an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Das geht aus einem Bericht des Statistischen Bundesamts hervor. Somit haben etwa 60% aller Erwachsenen an einer Weiterbildung teilgenommen. Wer also weiterhin zu den Spitzenkräften zählen möchte, sollte sich nicht auf seinem aktuellen Wissen ausruhen. Sonst ist die Konkurrenz um den eigenen Job bald davongeeilt. Außerdem ist zu erwarten, dass die Bereitschaft zur Weiterbildung auf einem hohen Niveau bleiben wird.

Laut LinkedIn Workplace Learning Report 2022 hängen die drei wichtigsten Gründe, die Beschäftigte zur Weiterbildung motivieren, alle mit der persönlichen Weiterentwicklung zusammen:

  • der Wunsch, sich über aktuelle Branchenentwicklungen auf dem Laufenden zu halten
  • personalisierte Schulungen, die auf die jeweiligen persönlichen Interessen und beruflichen Ziele zugeschnitten sind sowie
  • der Wunsch, intern zu wechseln, befördert zu werden oder den eigenen beruflichen Zielen näher zu kommen.

Grund 4: Die internationale Konkurrenz ist bestens vorbereitet.

Nicht nur deutsche Arbeitnehmende kümmern sich um ihre Weiterbildung. Auch im internationalen Vergleich zeigt sich, wie wichtig es ist, sein fachliches Wissen kontinuierlich auszubauen. Aus dem UNESCO Global Report on Adult Learning and Education 2022 geht hervor, dass die Teilnahme an Weiterbildungen in über der Hälfte aller Länder (52 %) gestiegen ist, in 28 % aller Länder ist die Weiterbildungsbeteiligung stabil.

Dabei sind sogar Faktoren wie Branche, Region oder Alter ziemlich egal. So kommen z. B. in Nicaragua 60 % der Teilnehmer:innen an Erwachsenenbildung und Weiterbildungsprogrammen aus ländlichen Gegenden, 58% sind Frauen. Die Digitalisierung der Bildung, der Ausbau des Online-Fernunterrichts sowie die Bereitstellung von IT und finanziellen Mitteln trägt dazu bei, dass Konkurrenz von überall auf der Welt einströmt. Entsprechend solltest du darauf vorbereitet sein, dich gegen gebildete, internationale Konkurrenz durchsetzen zu müssen.

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Grund 5: Eine ausgeprägte Bildung bringt (meist) ein hohes Einkommen.

In über 60 % der Fälle sorgt eine Weiterbildung für finanzielle Verbesserung (DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung). Wer trotzdem noch Bedenken hat, dass sich die Kosten für eine Weiterbildung nicht lohnen, sollte einen Blick auf eine Untersuchung von Gehalt.de werfen. Diese hat ergeben, dass Beschäftigte mit einem Zusatzstudium zum MBA oder Fachwirt:in durchschnittlich über 19.000 Euro mehr als ihre Kolleg:innen ohne entsprechende Weiterbildung verdienen. Nach einer bestandenen Meisterprüfung winken immerhin knapp 7.000 Euro mehr. Vor allem Akademiker:innen profitieren von weiteren Qualifikationen nach ihrem Abschluss.

Trotzdem gilt: Die gern getroffene Aussage, dass Studierte grundsätzlich mehr Geld verdienen als Nicht-Studierte, ist nicht richtig. Allerdings reicht eine Weiterbildung nicht immer aus für ein Gehalt auf akademischem Niveau. Während die Gehaltsunterschiede in kaufmännischen Positionen relativ gering sind, verdienen Uni-Absolvierende in naturwissenschaftlichen Berufen nach wie vor deutlich mehr Geld.

Grund 6: Die meisten Absolvent:innen sind mit ihrer Entscheidung zufrieden.

Laut der DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung hat ein Großteil aller Weiterbildung-Absolvierenden ihre Entscheidung nicht bereut. Ganz im Gegenteil: 85 % der befragten Teilnehmer:innen gaben an, sich heute wieder für die gleiche Weiterbildung zu entscheiden, unabhängig davon, ob Hochschulabgänger:in oder nicht. Eine motivierende Zahl, oder?

Die 15 % Kritiker:innen widerum gaben an, die Prüfungsinhalte seien zu praxisfern, der Lehrgang zu theoriebezogen, die Kosten und / oder Aufwand zu hoch oder der berufliche Erfolg habe sich nicht eingestellt. Dieses Ergebnis unterstreicht noch einmal, dass eine Weiterbildung immer eine individuelle Entscheidung sein muss und von der beruflichen Situation abhängt. Die Auswahl der richtigen Weiterbildung bzw. des richtigen Fernkurs sollte daher gründlich erfolgen.

Grund 7: Weiterbildungen werden oft gefördert.

Noch ein schönes Argument für all diejenigen, denen die Kosten für Weiterbildungen zu hoch sind: Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten, oftmals direkt im eigenen Unternehmen. So hat der DIHK festgestellt, dass 30% der deutschen Unternehmen ihre Mitarbeitenden bei externen Weiterbildungen unterstützen. Bei internen Maßnahmen steigt der Wert sogar auf 47%. Die wichtigsten Wege der Förderung sind dabei die Freistellung von der regulären Arbeit und die finanzielle Unterstützung.

Ob der Arbeitgeber nun mitziehen möchte oder nicht - oftmals greift dir der Staat auch noch zusätzlich unter die Arme. Staatliche Fördermaßnahmen für eine berufliche Weiterbildung oder Fernstudium sind u. A. Aufstiegs-BAföG, Bildungsschecks, steuerliche Förderung, Förderung durch die Agentur für Arbeit, Förderung durch die Bundeswehr und das Weiterbildungsstipendium.

Grund 8: Weiterbildung bringt auch persönliche Vorteile.

Neben beruflichen und finanziellen Vorteilen kann dir eine Weiterbildung im Fernkurs oder Fernstudiengang auch persönliche Vorteile einbringen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Verständnis verbessern (50 %), Blickwinkel erweitern (48 %), Souveränität gewinnen (35 %), Kommunikation optimieren (14 %) und Reflexionsvermögen steigern (9 %) (DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung) sowie
  • mehr Selbstbewusstsein und mehr Zufriedenheit (je 62 %) (Statista 2022).

Fazit: Weiterbildung lohnt sich, muss aber individuell bewertet werden.

Die Zahlen zeigen ganz deutlich, dass Weiterbildung eine wichtige Investition in die Zukunft ist. Vor allem durch die Globalisierung und die vernetzte Welt wird es immer wichtiger, fachlich fit zu bleiben. So sicherst du dir beste Jobchancen und ein gutes Gehalt. Dennoch bleibt zu beachten, dass die Entscheidung für die richtige Weiterbildung gut durchdacht sein muss. Das Angebot ist riesig und nicht jeder hat die Motivation, so viel Zeit und Kraft für eine Weiterbildung zu opfern. Die Entscheidung kann dir am Ende niemand abnehmen. Im Zweifel würden wir aber immer sagen: Ja, eine Weiterbildung lohnt sich – beruflich und persönlich.

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Quellen