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Auf Kurs

25. April 2017 von Christian in Hanebüchen

Wir brauchen Piloten im Flugzeug und Piloten bei neuen Projekten. Wir brauchen Lotsen, die einen im Dschungel der mannigfaltigen Möglichkeiten und diffusen Informationen heutzutage führen. Um auf Kurs zu bleiben, braucht es heute Wissens- und Informationsmittler, die Wahrheit und Klarheit als Begriffe ernstnehmen und die komplexer werdenden Wirklichkeiten sortieren. Die Begrifflichkeit "Fakten schaffen" bekommt dabei leider heute eine neue Bedeutung. Längst werden im kreativen Netz Scheinwirklichkeiten geschaffen. Das bedroht diejenigen, die mit seriosen Informationsdienstleistungen noch Geld verdienen.

Fake News oder play the Trumpet

Donald Trump ist nicht der Erfinder von Fake News, aber es steht zweifellos fest, dass das digitale Zeitalter mit dem neuen amerikanischen Präsidenten deutlichere Grenzerfahrungen macht, die alle Informations- und Wissensvermittler auf Online-Plattformen in ihrer Substanz mittelfristig bedrohen können, weil ihre Vertrauenswürdigkeit dadurch verletzt wird.

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Wenn Politik beginnt, mit falschen Fakten zu arbeiten, Politiker sich auf Grundlage falscher Informationen zu Stimmungen und falschen Entscheidungen hinreißen lassen, steht Verlässlichkeit und Vertrauen auf dem Spiel. Und damit auch das Internet sowie seine Möglichkeit des schnellen Verbreitens von Falschmeldungen. Das Problem ist: Wer wissentlich Falschgeld in Umlauf bringt, begeht eine Straftat. Aber wie soll man den Vorsatz beweisen? Genauso verhält es sich mit dem Verbreiten von Falschinformationen im Internet. Hetze, Betrug, Verleumdungen oder arglistische Täuschungen sind ebenfalls Straftatbestände. Allein die Beweisführung gestaltet sich im globalen Netz als schwierig.

Play the Trumpet ist also ein Spiel mit dem Feuer. Wer via Twitter oder Facebook Fake News hinausposaunt, sorgt auf breiter Ebene für den Umlauf von halbseidenen Gerüchten. Unreflektierte Affekthandlungen von Wutbürgern können die Folge sein. Das hatten wir mal in der Zeit der Hexenverfolgungen.

Digitale Informations- und Vermittlungsdienstleistungen

Aber das Problem von Fake News greift noch viel tiefer in unsere Gesellschaft ein. Es berührt den Umgang mit den digitalen Medien und kann das Uservertrauen in bereitgestellte Informationen fundamental attackieren. Weil kaum jemand heute noch die Zeit hat, alle für ihn maßgeblichen Informationen des Netzes zu prüfen, wenden sich ja viele an Experten, Beratungsportale oder Wissensvermittler. Wenn der Umgang mit Informationen und Wissen jedoch nicht mehr so genau genommen wird, stellt sich bei uns Usern eine Unsicherheit ein. Wenn alles plötzlich irgendwie wahr und möglich wird, zugleich aber auch falsch sein könnte, verliert sich das Gefühl von Sicherheit. Diesen derzeit zu beobachtenden Wandel sollte man nicht unterschätzen.

Tipps zum Umgang mit digitalen Informationen

Quellenkritik gehört zur grundlegenden Ausbildung von Historikern. Sie ist aber auch heute noch eine gute Herangehensweise, um den Wahrheitsgehalt von Informationen im Netz zu prüfen. Wer hat was wann wo wie und warum veröffentlicht? Welche Erfahrungen haben User mit einem bestimmten Portal gemacht? Gibt es ähnlich lautende Meldungen oder Informationen in anderen Portalen? Ja, das ist zeitaufwändig, aber nach wie vor möglich. Das Internet lässt sich also nach wie vor qualitativ gut nutzen und bietet bei der Wissensbeschaffung wertvolle Dienste. Nur ins Bockshorn sollte man sich niemals jagen lassen. Man sollte niemals versuchen, mit der Geschwindigkeit eines Klicks denken zu wollen. Dann bleibt man auf Kurs.

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