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Jobeinstieg oder lieber noch den Master?

10. September 2015 von Julia Leutloff in Tipps & Ratgeber

Rund 200.000 Bachelor-Studenten schließen jedes Jahr ihr Studium erfolgreich ab. Für viele von ihnen stellt sich dann die Frage, wie es beruflich weitergehen soll. Sollte man besser noch einen Master dranhängen oder lieber direkt im Job durchstarten? Weil so viele unsicher sind, haben wir die einzelnen Vor- und Nachteile der beiden Karrierewege aufgezeigt:

schneller job-Einstieg bring unabhängigkeit

Der größte Vorteil eines direkten Jobeinstiegs nach dem Bachelor-Studium liegt wohl sofort auf der Hand: Die Absolventen werden ihr eigenes Geld verdienen.  Gerade für jemanden der sich das Studium selbst finanzieren musste oder lediglich vom BAföG gelebt hat, ist die Vorstellung „richtiges Geld“ zu verdienen sehr reizvoll.

Nicht wenige Studenten haben nach zwölf oder dreizehn Jahren Schule plus drei Jahre Bachelor- Studium genug von Lernen und Theorie. Viele freuen sich, nach einem fast endlosen Prüfungsmarathon, endlich in ihren ersten Job einzusteigen.

langfristig die karriere richtig planen

Laut den Experten von Big Karriere sind die Nachteile, die sich bei einem Direkteinstieg ergeben können, minimal. Sicher gibt es einige Berufsfelder, die gerade in der langfristigen Karriereentwicklung mit einem Bachelor-Abschluss im Gehalt etwas niedriger anzusetzen sind als vergleichbar höher qualifizierte Abschlüsse. Die frühe Berufserfahrung und das regelmäßige Gehalt sollten dies jedoch mehr als ausgleichen. In der weiteren Berufsplanung kann der direkte Einstieg auch die Karrierepläne durchaus positiv beeinflussen.

Denn wer in seinem angestrebten Beruf schon einige Jahre gearbeitet hat, kann nicht nur besser entscheiden, ob die eingeschlagene Richtung auch langfristig etwas für sich hat, sondern gegebenenfalls gezielt seinen Master noch anhängen.

Weiterqualifizierung bringt expertenwissen

Für die Entscheidung, einen Master nach dem Bachelor-Studium anzuhängen, gibt es für die Karriereberater gute Gründe. Wie bereits angesprochen liegen die Gehälter in vielen Bereichen für einen Master-Absolventen über den der Bachelor-Einsteiger. In der weiteren Gehaltsentwicklung kann die Differenz sogar noch stärker ausfallen. Die zusätzlichen Kompetenzen, die im Master-Studium vermittelt werden, geben zudem einen guten betriebswirtschaftlichen und unternehmerischen Überblick. Gerade wer langfristig nicht nur fachlich qualifiziert sein möchte, sondern auch eine Führungsposition anstrebt, sollte über die zusätzlichen zwei Jahre nachdenken.

Karrierewege fachlich richtig ebnen

Zudem gibt das Master-Studium noch einmal die Möglichkeit, sich weiter zu spezialisieren und sich bereits stärker in eine fachliche Richtung zu entwickeln. Und während für einige Studenten die Uni nicht schnell genug vorbeigehen kann, gibt es andere, die die zwei Jahre Master als zusätzliche Vorbereitung auf das verantwortungsvolle Arbeitsleben ansehen. Allerdings warnen die Karriereexperten davor, einen Master als unkomplizierte Verlängerung einer „Schonzeit vor der Arbeitswelt“ anzusehen.

Zum einen ist das Studium durchaus anspruchsvoll und erwartet von Studenten Fleiß und Arbeitseinsatz, zum anderen müssen natürlich Voraussetzungen erfüllt werden. Für fast alle Master-Studiengänge in Deutschland gibt es einen NC, der erreicht werden muss. Nicht wenige Unis führen zudem noch Einstellungstest oder Auswahlgespräche durch.

Alternative Wege durch einen Master im Fernstudium

Auch bei dieser Überlegung gibt es allerdings nicht nur Schwarz oder Weiß. Denn gerade einen Master-Abschluss streben immer mehr Absolventen bewusst innerhalb ihrer ersten Anstellung an. Die Vorteile sind dabei deutlich: Wer den Master nebenberuflich absolviert, bleibt in seinem Job und verdient somit weiter auch seinen Lebensunterhalt. Zudem sind gerade die berufsbegleitenden Master-Fernstudiengänge sehr auf die Praxis ausgelegt. Das heißt, dass Studieninhalte und auch Studienaufgaben eng an die Berufserfahrung und Berufspraxis der Teilnehmer ausgelegt ist und somit eine gute Verknüpfung stattfindet.

Bei diesen positiven Punkten sollte allerdings auch nicht vergessen werden, dass ein Master-Fernstudium neben dem Beruf immer eine große Belastung darstellt und auch zeitlich länger anzusetzen ist als ein vergleichbares Vollzeitstudium. Wer diese Alternative für sich in Betracht zieht, sollte sich vorher ehrlich fragen, ob er sich ein Fernstudium zutraut.