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Karriere als Informatiker: Ausbildung oder Studium?

15. Februar 2019 von Fabian Haubner in Tipps & Ratgeber

Wer Informatiker werden möchte, hat die Wahl zwischen Ausbildung und Studium. Ein (berufsbegleitendes) Informatikstudium an Hochschulen eröffnet den Weg zu akademischen Graden wie einem Diplom, Bachelor oder Master und qualifiziert für hervorragende Positionen als Softwareentwickler und in vielen weiteren spannenden Informatik-Disziplinen. Wer einen Master- oder Diplom-Abschluss erreicht, kann zudem eine Forscherkarriere in der Wissenschaft oder Industrie anstreben.

Der Weg in die IT-Branche kann zum Beispiel über Berufsakademien und Berufsfachschulen führen. Erreichbar ist ein staatlich geprüfter Abschluss als Informatiker. Unter den IT-Berufen gibt es mehrere anerkannte Ausbildungsberufe wie den Fachinformatiker.

Viele angehende Informatiker fragen sich:

Wie begabt muss ich in Mathematik sein?

Im Informatik-Grundstudium spielt Mathematik eine große Rolle. Analysis, Stochastik und lineare Algebra sollten für Informatik-Studenten daher keine NO-GO's sein - ohne diese wird es nicht gehen. Im weiteren Verlauf liefert ein Informatik-Studium Einblicke in Betriebssysteme, die Entwicklung von Software und Programmiersprachen. Später folgt dann eine Spezialisierung.

Manche Studiengänge sind von Anfang an spezialisiert, etwa die besonders populäre Wirtschaftsinformatik. In diesen Studiengängen gibt es auch tendenziell strengere Zulassungsbeschränkungen.

Auch in der dualen Ausbildung spielt Mathematik eine Rolle, die in der Regel jedoch nicht so stark ausgeprägt ist wie im Studium. Klar, dass die Wahl der Hochschule hier eine entscheidende Rolle spielt.

Es lohnt sich also, sich genau zu informieren, Gespräche im Freundeskreis oder auch in Online-Foren zu führen, wo sich ehemalige und heute Studierende austauschen. Bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes können Arbeitgeber-Bewertungsportale einen ersten Anhaltspunkt liefern.

Welche Rolle spielen Theorie und Praxis?

Ohne Theorie keine erfolgreiche Praxis - und ohne Praxis kein Erfolg. Weil das klar ist, sind die Ansprüche angehender Informatiker natürlich sehr ausgeprägt. Manche machen die Erfahrung, dass sie sich im Rahmen der Ausbildung einen Teil der Theorie selbst in ihrer Freizeit anlesen müssen. Auf der anderen Seite gibt es Informatik-Studierende, die über zu wenig Praxisbezug klagen.

Jede Ausbildung und jedes Studium bringt letztlich Kompromisse mit sich. Hier ist Kreativität gefragt: Manche Praxis-Erfahrung macht man einfach am besten in Eigenregie - eigene Software-Entwicklungen, das Aufsetzen eines eigenen Servers und vieles mehr. Das Schöne ist ja: Heutzutage sind IT-Ressourcen jederzeit verfügbar, auch dank diverser Cloud-Ressourcen, die teilweise innerhalb großzügiger Testphasen gratis nutzbar sind.

Wie wird mein Arbeitsalltag aussehen?

Auf keinen Fall dauerhaft mit Langweile verbunden. Informatik ist aus guten Gründen ein beliebtes Berufsfeld. Jobbörsen liefern einen guten Überblick über die Vielfalt der Aufgaben. Gute Gehälter und geringe Arbeitslosigkeit sind die Basics. Doch auch Karrierechancen und inhaltliche Abwechslung bei der Arbeit sind überdurchschnittlich.

Neuartige Anwendungen wie die Blockchain, Machine Learning und KI oder auch Virtual Reality sind nur die Spitze des Eisbergs. Es ist davon auszugehen, dass Informatiker auch in den bevorstehenden Jahren und Jahrzehnten einen abwechslungsreichen Berufsalltag erleben.

Was lerne ich?

Informatiker erlernen im Studium und auch in der Ausbildung alles rund um Programmiersprachen, Algorithmik, Datenbanken und Softwareentwicklung. In der Theorie geht es um Linguistik - also um das, was Programmiersprachen ausmacht, um Berechenbarkeit und Komplexität. Elektrotechnik gehört zum Bereich der technischen Informatik, ebenso wie Rechnerarchitekturen, Betriebssysteme und Netzwerktechnik. Und eben: die bereits erwähnte Mathematik.

Man lernt im Informatikstudium oder in der Informatik-Ausbildung also durchaus jede Menge fürs Leben. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken klingt, ist in Wirklichkeit die Grundlage für das komplexe Räderwerk, welches unsere modernen Gesellschaften antreibt.

Wie sind meine Gehalts- und Karrierechancen in der Informatik?

Kurzum: ziemlich gut! Der Bedarf an Informatikern ist immens, die technische Weiterentwicklung ist schnelllebig. Beim Thema Gehalt hängt einiges vom Spezialisierungsgrad und von der Unternehmensgröße ab. Wirtschaftsinformatiker verdienen tendenziell etwas mehr.

Übrigens: Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in manchen Unternehmen des IT-Bereichs ganz hervorragend. Mobiles Arbeiten gehört in großen Konzernen wie SAP und anderen zum Alltag. Viele Unternehmen in der Softwarebranche sind stolz auf ihre zeitgemäße Ausprägung, ihre flexiblen Arbeitsmodelle und die Zusatzleistungen und -freiräume, die sie bieten. Logisch, dass diese Unternehmen im Gegenzug auch Leistung erwarten.

Informatiker in Management und Forschung

Wer eine Führungsposition anstrebt, wird vermutlich eher Richtung Studium tendieren und hier wiederum in Richtung Wirtschaftsinformatik. Doch auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bestehen Chancen, insbesondere für Menschen, die besonders engagiert, ideenreich, teamfähig und zielorientiert sind.

Wer vor der Entscheidung steht, ob der Weg und die Informatik über eine Ausbildung oder über ein Studium führen soll, sollte sich eine Frage rechtzeitig stellen: Will ich primär umsetzen und auf Basis bewährter Methoden arbeiten? Oder will ich auch wissenschaftlich Neues erarbeiten, im Forschungsbereich arbeiten? Ist Letzteres der Fall, dann ist das Studium der richtige Weg.

Welchen Weg Anfänger im Bereich der Informatik auch immer gehen: Ein spannendes Berufsleben ist garantiert.

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