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Studienorientierung für Erstsemester: So gelingt der Start

27. September 2016 von Julia Leutloff in Tipps & Ratgeber

Die Studienrichtung steht fest, die Immatrikulationsbescheinigung liegt vor und das Studium kann losgehen. Aber wie, wo und wann eigentlich genau? Was bei der Bewerbung und der Einschreibung begann, setzt sich im Studium fort. Die Studierenden sind für die Organisation weitestgehend selbst verantwortlich. Das ist zwar eine Herausforderung, kann aber auch Spaß machen und ist meist gar nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick scheint.

Den richtigen Platz gefunden

Endlich hat das Bangen um eine Uni-Zusage ein Ende. Doch wer in einer anderen Stadt studiert, sucht nicht selten noch auf den letzten Drücker eine Wohnung. Besonders schwierig gestaltet sich das in beliebten und teuren (Studenten-)Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, Freiburg und Dresden. Während große Immobilienportale und andere Börsen nur wenige Wohnungen für Studenten anbieten, ist die Suche auf wg-gesucht.de, in Facebook-Gruppen und in lokalen Tages- und Wochenzeitungen deutlich erfolgreicher. Hilfe bei der Wohnungssuche bieten zudem die Studentenwerke, die Wohnheimplätze vermitteln. 

Ist die Wohnungsfrage geklärt, landet die Einladung der Universität hoffentlich im richtigen Briefkasten. Wer wenige Tage vor Semesterbeginn noch nicht weiß, wann und wo es konkret losgeht, sollte sich schnellstmöglich an das Studierendensekretariat, das jeweilige Institut oder das Studentenwerk wenden. 

Von Anfang an gut organisiert

Alles auf sich zukommen zu lassen taugt nicht als Einstellung für den Studienbeginn. Besser ist es, noch einmal alle Infos zu lesen, die die Uni zugeschickt hat und auf ihrer Website bereitstellt. Sind alle Dokumente eingereicht? Wurde der Semesterbeitrag beglichen? Hat die Universität alle angekündigten Unterlagen zugesandt? Studierende sollten schon vor der ersten Woche ein Ordnungssystem für Unterlagen einrichten. Denn die Loseblattsammlung hat im Studium ausgedient. Nur wer von Beginn an Ordnung schafft, verliert später nicht den Überblick.

Auch andere Dinge sollten darüber hinaus frühzeitig und am besten schon vor dem Studienbeginn geklärt werden: Wie sieht es mit Vesicherung aus? Gibt es weiterhin Kindergeld? Gibt es Möglichkeiten BAFöG zu beziehen oder muss eventuell ein Studienkredit aufgenommen werden, um Studium und Lebensunterhalt dauerhaft finanzieren zu können? Hier können sich zukünftige Studis schon früh an die entsprechenden Stellen wenden und sich beraten lassen. Alle wichtigen Infos sind zumdem auch online  auf den Seiten von TopTarif oder vom deutschen Studentewerk verfügbar. Das spart oft den zeitaufwendigen Gang vorort und bietet eine gute Übersicht über die Möglichkeiten. 

Aller Anfang ist gar nicht so schwer: die Orientierungswoche

Für Erstsemester startet das Studium meist mit einer Orientierungswoche (O-Woche) oder Ersti-Woche. Hier lernen die Studierenden die Räumlichkeiten kennen, erhalten Einblicke in den Inhalt des Studiums und das Uni-Leben und erfahren, wie sie sich ihren Stundenplan zusammenstellen können. Auf diesen gehören nicht nur die Zeiten und Inhalte, sondern immer auch die Raum- und Gebäudenummern. Denn an Universitäten mit Zehntausenden Studierenden ist das Durchfragen keine Option. 

Manche Universitäten wie die TU-Dortmund haben einen gemeinsamen Campus, andere – zum Beispiel die Uni Münster – sind dezentral aufgebaut und die Institute über die Stadt verteilt. Wer die Stadt und die Uni nicht kennt, fährt am besten einige Tage vor der O-Woche an die Universität und macht sich mit den Örtlichkeiten vertraut. Das hilft zudem gegen Nervosität. Und wer nicht jeden Tag mit dem Fahrrad zur Uni fahren will, kann sich schon im Vorfeld um ein Ticket kümmern.

An vielen Universitäten ist der Studierendenausweis gleichzeitig Zahlungsmittel in der Mensa und Eintrittskarte in die Bücherei. Bietet die Uni diese Möglichkeit an, sollte die Karte vor der ersten Woche aufgeladen werden. Dann läuft auch das erste gemeinsame Essen in der Mensa reibungslos.

Neue Umgebung, neue Herausforderungen, neue Freunde

Neben inhaltlichen Themen dient die Ersti-Woche dem Kennenlernen der Mitstudierenden. Meist sind zwar viele der Veranstaltungen freiwillig, trotzdem ist es lohnenswert, sie wahrzunehmen. Denn am Anfang kennt sich niemand und es fällt leicht, neue Kontakte zu knüpfen. Die dann entstehenden Kontakte Verbindungen bleiben meist das ganze Studium über erhalten. Und sie sind wichtig. Denn für Seminare, Präsentationen, Lerngruppen und gemeinsame Forschungsarbeit ist ein guter Draht zu den Mitstudierenden unerlässlich. Deshalb gilt: keine Scheu davor, in der ersten Woche auf andere Studierende zuzugehen.

Zudem finden in der ersten Woche meist Partys für die Erstsemester statt. Sie bieten eine gute Gelegenheit, in gelassener Atmosphäre neue Leute kennenzulernen und werden – anders als der Stress der ersten Wochen – auch langfristig zum Studium gehören.

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