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Werthers Echte und Interpunktion

Keine Sorge, ich trage mich nicht schon wieder mit dem Gedanken, das Handtuch zu werfen und mein Fernstudium abzubrechen. In letzter Zeit passiert nur sehr viel in meinem privaten Umfeld…sorry, aber wenn jeden dritten Tag der altbekannte Hiob höchstpersönlich vor der Türe steht, dann fehlt irgendwie die Ruhe und Gelassenheit zum lernen. Vielleicht liegt es am Alter, aber die Frequenz in der ich gravierende Änderungen und Hiobsbotschaften verkraften kann, ist deutlich niedriger geworden. Das schöne an solchen Zeiten ist jedoch, dass auch diese vorbei gehen und besseren weichen müssen.

Vor 14 Tagen feierten meine Frau und ich wieder einmal eine größere Party. Circa 100 Leute waren eingeladen und es sind auch wirklich fast alle gekommen. Mitten in der Feier kam eine alte Freundin von mir und drückte mir eine große Packung Werthers Echte in die Hand. Als Sie mein fragendes Gesicht sah, meinte Sie: “Jetzt krieg mal Deinen Hintern hoch und mach mit Deinem Fernstudium weiter – ich lese doch Dein Blog so gerne!” OK, mir war nicht bekannt, dass auch mein erweiterter Bekanntenkreis bereits von diesem Blog erfahren hatte. Ich versprach ihr (etwas leichtfertig), möglichst bald wieder meine Studien aufzunehmen.

Das nachfolgende Gespräch mit meiner Freundin, in dem es vor allem darum ging, warum ich denn schon wieder eine längere Pause mache, stimmte mich allerdings sehr nachdenklich – denn ihre Lebenssituation war deutlich schlechter als die meinige. Lange Rede, kurzer Sinn: Zwar sind momentan Sommerferien in Bayern und meine Kids wünschen ganztägliche Bespaßung, aber dennoch will ich versuchen, mich wieder mehr dem Fernstudium zu widmen. Obwohl ich zurzeit mit irgendwelchen Versprechungen sehr zurückhaltend bin, denn wie bereits erwähnt, gibt es irgendwie fast jedes Tag ein neues, zusätzliches Problemchen.

Außerdem bin ich auch noch auf ein anderes Phänomen gestoßen: Kreatives Texten und Interpunktion – braucht ein guter Texter immer jemanden von außerhalb, der das Geschreibsel Korrektur liest? Diese Frage ist aus folgender Situation heraus entstanden: Meine Frau und ich schreiben/kreieren hauptsächlich Texte für Bloofusion (meine Frau eher mehr, ich eher weniger). Die Texte lesen wir dann selbst noch einmal Korrektur – aber irgendwie übersehen wir Kommafehler über Kommafehler. Wenn unser Chef die Texte gegen liest und missmutig die Kommafehler bemängelt, dann können wir ihm nur zustimmen, denn die Kommaregeln kennen wir ja eigentlich schon.

Da taucht für mich zwangsläufig die Frage auf, ob es nur uns so geht oder ob dieses Problem in der Texterwelt bekannt ist. Also dass man die Kommafehler in den eigenen Texten übersieht. Kann uns vielleicht jemand einen Tipp geben, denn das stört mich mittlerweile wirklich gewaltig. Unser Chef hat vorgeschlagen, die Texte auszudrucken um sie anschließend Korrektur zu lesen – das machen wir zwar jetzt, aber so ganz zufrieden bin ich mit dieser Vorgehensweise noch nicht. Mir persönlich scheint die These naheliegend, dass man als Schreiberling derart auf den Inhalt und die Kreativität der Texte fixiert ist, dass man die Interpunktion irgendwie nicht richtig wahrnimmt. Andererseits klappt es mit der Rechtschreibung ja auch….

Auf jeden Fall bin ich für jede Anregung dankbar. Ein Texter der Probleme mit der Interpunktion hat, ist zwar nicht ganz so daneben wie ein farbenblinder Busfahrer, aber gewisse Parallelen gibt es da schon. Ich bin übrigens immer noch beim Studienheft WETE14 und somit bei der ESA-Aufgabe mit der Gewinnspiel-Kampagne für Dallmayr Prodomo. Gestern Abend habe ich mal meine Unterlagen abgestaubt, meine Bleistifte gespitzt und meine bisherigen geistigen Ergüsse zu diesem Thema in Augenschein genommen. Zweifelsohne ein interessantes Thema, jetzt muss ich nur noch ein klein wenig den Kopf frei bekommen, dann kann es wieder los gehen. Kann man die Studienzeit für ein Fernstudium eigentlich verlängern???

Das Lied von der ESA

Fest gemauert im Gedächtnis
steht der Vorsatz, wie gebannt.
Heute muß die ESA werden,
frisch Ideen seid zur Hand.
Von der Stirne heiß,
rinnen muss der Schweiß.
Soll der Text den Meister loben,
doch der Segen kommt von oben.

Zum Texte den ich heute schreibe
geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn Ideen sie begleiten,
dann fließen Sätze munter fort.
Doch lasst uns erst den Stuss betrachten,
der meinem schwachen Hirn entspringt.
Den schlechten Stil muss man verachten,
der manchmal  durch die Zeilen dringt.
Das ist es, was den Texter zieret,
gute Worte mit Verstand;
die innen man im Herzen spüret
als wären sie dort eingebrannt.

Fass den Stift jetzt möglichst stramme
und lass Tinte Tinte sein,
dass des Geistes helle Flamme
fügt sich in die Sätze ein.
Schnell ein Blatt herbei,
ist auch das Hirn wie Brei,
begib dich auf Gedankenreise,
dann fließt der Text in rechter Weise.

Was in des Geistes tiefster Grube,
die Hand aus den Gedanken baut
nach der Lektoratenstube
da wird es von uns zeugen laut.
Noch dauern wirds in späten Tagen
und rühren vieler Menschen Ohr
es werden Fernstudenten klagen
und Texter jammern bald im Chor.

Doch des Junis schwüle Hitze,
macht die ESA wirklich schwer
sind Gedanken meist nichts nütze,
plagt man sich bisweilen sehr.
Wartet auch der Studienleiter,
das Warten ist er ja gewohnt,
irgendwie gehts immer weiter
und am Schluss hat sichs gelohnt.

….in diesem Sinne: Bald gehts hoffentlich weiter, aber zurzeit bekomme ich nicht allzuviel auf die Reihe. Ab Anfang Juli klären sich bei mir privat einige sehr wichtige Dinge, danach habe ich den Kopf wieder frei. Dallmayr prodomo kann ich zurzeit zwar viel trinken, aber nicht dafür werben. Ich halte euch auf dem Laufenden…

Im Namen der Bohne

Es ist schon hart, draußen ist (fast) das schönste Wetter und ich soll hier drinnen vorm Rechner sitzen und eine Gewinnspiel-Kampagne für Dallmayr Prodomo ausarbeiten…. Aber alles nörgeln hilft ja nicht, das ist nun einmal die aktuelle Einsendeaufgabe und die gilt es zu einem guten Ende zu bringen. In der letzten Woche hatte ich das Studienheft Nummer 14 fertig durchgearbeitet und einige interessante Fakten über Coupons, Werbegeschenke und Rabattpunkte erfahren. Für mein Konsumverhalten ist diese Thema nach wie vor uninteressant, dennoch fand ich die Infos eigentlich recht spannend.

Gestern habe ich dann den halben Sonntag geopfert und mich über die ESA hergemacht. Nach 3-4 Stunden Arbeit hatte ich schließlich auch ein ganz passables Grundkonzept ausgearbeitet. Als ich danach jedoch die Homepage des Kaffeeherstellers besuchte, wurde mir schlagartig klar, dass ich mich in puncto Tonality völlig vergriffen hatte. Das Haus Dallmayr legt großen Wert auf Tradition und einen sehr konservativen Stil – ich hatte eher einen Stil verwendet, der zur Werbung für “Jägermeister” gepasst hätte…

Jetzt bin ich um eine Erfahrung reicher und wurde wieder schmerzhaft an die Lektionen der ersten paar Studienhefte erinnert – “Was müssen Sie tun, bevor Sie mit dem Texten beginnen”. Fazit: Ins Blaue lostexten kann funktionieren, meistens tut es das aber nicht. Also habe ich mich gestern Abend noch einmal eingehend mit der Geschichte des traditionsreichen Hauses Dallmayr beschäftigt. Anschließend habe ich mich in meinen Kommunionsanzug gezwängt, mir ein Monokel ans Auge geklemmt und für den neuen Textversuch einen Gänsekiel ins Tintenfass getaucht.

In besonders verschnörkeltem Sütterlin begann ich dann die besagte Gewinnspiel-Werbekampagne zu schreiben. Was sollte ich nur als Hauptpreis ausloben? Eine Fahrt im Orientexpress oder eine historische Postkutschen-Reise quer durch Bayern? Das untere Ende der Preise-Staffel ist ja klar: Ein Pfund vollendet veredelter Spitzenkaffee. Und dazwischen? Ein Kaffekränzchen mit allem drum und dran – na das wäre doch schon einmal was. Aber Headlines und Kampagnen-Namen wollen mir absolut nicht einfallen…. Das soll nicht heißen dass ich keine Einfälle hätte, im Gegenteil, Einfälle habe ich in Hülle und Fülle….aber eben keine PASSENDEN Einfälle.

Nur zu gerne würde ich das traditionsreiche Familienunternehmen ein bisschen auf die Schippe nehmen, nur soll ich leider eine Werbekampagne FÜR Dallmayr schreiben und keine Kolumne für die TITANIC. Nichts gegen Dallmayr, der Kaffee schmeckt echt klasse, aber mit traditionsreichen Unternehmen habe ich immer so ein bisschen meine Probleme. Das aktuelle Zeitgeschehen hat uns in den letzten Wochen ja wieder einmal deutlich gezeigt was hinter solch eherner Tradition alles stecken kann. Aber Zweifel beiseite, ich stecke immer noch in meinem Kommunionsanzug und muss mir jegliche Kritik verkneifen.

Bis zum Ende dieser Woche muss die aktuelle ESA auf dem Elektropostweg zu meinem Studienleiter sein, sonst komme ich doch wieder etwas in Zeitdruck mit meinem Fernstudium, denn eine Einsendeaufgabe pro Monat ist definitiv zu wenig. Das Teufelchen in meinem Hinterkopf zetert zwar herum, ich könne meine Studienhefte auch wunderbar im Dezember machen, weil man da eh nicht vor die Tür kann, aber das ignoriere ich mal weitgehenst. Also gehts heut Abend wieder frisch ans Werk, das Monokel wird geputzt und die Feder gespitzt, so dass die richtigen Worte für 310jährige Familientradition (man stelle sich vor!) nur so aus mir heraus sprudeln.

Fernstudium? ICH LIEBE ES!

Gestern Abend ist die Bewertung meiner Horror-ESA angekommen. Ein Mitglied von Slow-Food, ÖDP und Foodwatch schreibt einen Werbespot für Mc.Domnalds! Haha, und was bitteschön soll dabei herauskommen? Ich hatte mich seelisch und moralisch auf meinen ersten richtigen Tiefschlag eingestellt und öffnete die betreffende E-Mail vom HAF-Campus deshalb auch erst heute Morgen um mir den gestrigen Abend nicht zu vermasseln. Angesichts der Benotung durchlebte ich einen meiner relativ seltenen sprachlosen Momente – eine glatte 0,7!!! In Worten: Nullkommasieben!!! In Latein: Suma Cum Laude!!! Man kann also tatsächlich Werbung für das Medium Fernsehen kreieren, ohne selbst fern zu sehen – das ist eine schöne Erfahrung. ICH LIEBE ES!

Auch habe ich bemerkt, dass der erste Gedanke doch meist der beste ist. Denn ich hatte ja bereits drei Blogposts früher die Idee mit der Familie gehabt, von der die Frau auf Geschäftsreise geht und der Mann unter den kritischen Blicken der Schwiegermutter die Kinder mit gesunder Nahrung versorgen muss. Meinem Studienleiter gefiel diese Idee anscheinend ebenfalls. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf die Korrektur die dann Mitte der Woche mit der Post kommt. Kaum hatte ich übrigens die letzte ESA heraus geschickt, da fiel mir siedendheiß ein, dass ich die Studientipps für diese Aufgabe keines Blickes gewürdigt hatte… Um meine Stimmung nicht noch mehr zu drücken, hatte ich auch nachträglich nicht geschaut.

Naja, ein Bauchweh Thema weniger und nur noch 12 Studienhefte zu bearbeiten. Ich kann zwar in puncto Fleiß und Konsequenz nicht mit anderen Fernstudenten mithalten, aber immerhin habe ich ja auch noch ganze neun Monate Zeit um mein Fernstudium zu einem guten Ende zu bringen. Nach der freudigen 0,7-Nachricht, habe ich mir natürlich sofort das Studienheft Nummer 14 geschnappt und mich eifrig dem Inhalt gewidmet. ….was soll ich sagen….wieder nicht mein Thema: Gewinnspiele und Couponing! Dass mag ich ja auch ganz und gar nicht, im Gegenteil, mich regt solche Werbung eigentlich auf und ich habe noch nie so einen Coupon ausgefüllt oder an einem Gewinnspiel teilgenommen.

Aaaaber dass das nicht unbedingt etwas heißen muss, hat mich auf jeden Fall die letzte Einsendeaufgabe gelehrt. Also frisch ans Werk! Das Thema entpuppt sich als wesentlich spaßiger als ich vermutet hätte. Die verschiedenen gelungenen Werbekampagnen auf der Basis von Gewinnspielen und Coupons sind schon sehr interessant und wie immer gut aufgemacht. Dabei muss ich mich immer wieder über die Struktur und den Aufbau der jeweiligen Studienthemen wundern – deshalb wieder einmal ein Lob an die Hamburger Akademie für Fernstudien und besonders an meinen Studienleiter. Um die teilweise sehr trockene Thematik der einzelnen Studienhefte derart interessant zu machen, braucht es schon einen guten Konzeptioner ;-)

Neurobiologische Erkenntnisse und noch mehr Zwischenfälle

Nachtigall ick hör dir tapsen! Versucht der alte Drückeberger wieder seine Inkonsequenz beim Fernlernen mit allen möglichen Ausreden zu beschönigen? Nein, das tut er nicht! Zwar muss ich mir einen gewissen Grad an Inkonsequenz eingestehen, eigentlich hätte die aktuelle ESA schon seit Wochen fertig sein müssen, aber diesmal ging es wirklich ein bisschen drunter und drüber bei Herrn Fleckenstein. In diversen (aus meiner Sicht unnötigen) Rechtsstreitigkeiten wurden 435 Bescheinigungen, 176 Gutachten und 899 sonstige Dokumente von mir eingefordert – wer mein Papierchaos nur annähernd ahnt, kann sich gut vorstellen dass in unserem Haushalt deshalb die Büchse der Pandorra sperrangelweit offen stand.

Aber immer schön der Reihe nach, zuerst musste für Bloofusion ein neues Portal auf den Weg gebracht werden: http://www.ladenbau-direkt.de/ ist jetzt brandneu im Netz und wird die Ladenbau-Branche nachhaltig revolutionieren. Darüber hinaus musste ich noch (wie immer zusammen mit der besten Ehefrau von allen) 21 neue Seiten für den http://www.werbeartikel-wegweiser.de/ generieren. Ich will es einmal so ausdrücken: Jeden Monat stehen mir 100 Kremom zur Verfügung – Kremom ist eine altgriechische Maßeinheit für Kreativmomentum (keine Ahnung warum die alten Griechen so etwas brauchten) und das Kreativmomentum beziffert die Anzahl der kreativen geistigen Ergüsse (in Kremom), welche ich meinem Hirn pro Monat entwinden kann (mit Auswringen bringe ich es notfalls auch auf 123). In den letzten Wochen war dieses Pensum schlichtweg aufgebraucht bis zum allerletzten Kremom.

Fürs Fernstudium braucht man nämlich so einiges an Kremom – was in der Regel kein großes Problem darstellt wenn man nicht gerade den ganzen Monat kreativ sein muss. Wenn ich zum Beispiel meine 35 Stunden im Monat damit verbringe Datenbanken zu pflegen, dann sind locker noch 98 Kremom fürs Fernstudium übrig. Aber neue Websiten brauchen neue Texte und selbst wenn es nüchterne Texte sind, die überwiegend von Crawlern (altgriechische Geistwesen) überflogen werden, braucht man trotzdem Kremom dafür. Das Schlimme dabei ist, dass meine Frau nur die Hälfte an Kremom besitzt und ich somit zuständig für die Textidee bin. Naja, lange Rede kurzer Sinn – fürs Fernstudium war keine Kreativität mehr übrig.

Aaaaaber, genauso wie es echten Lachs und Lachsersatz gibt, gibt es natürlich auch einen (minderwertigen) Ersatz fürs Kreativmomentum – den nennt man Zwamodea (Zwangsmotivierte Denkaktivität). Diese Ersatzenergie wird allerdings nur unter Stress und Hirnkoliken ausgeworfen. Von dieser Energie besitze ich bei Bedarf auch nur maximal 20Z pro Monat. Das Zusammensuchen der 1510 Dokumente für diverse Rechtsanwälte, Gutachter, Gegengutachter und Richter hat aber schon alleine 200Z! verbraucht. Wenn ich nicht in dem glücklichen Zustand wäre, auch noch 400E (Egal) pro Monat zu besitzen, dann wäre ich, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, in der PK (Psychiatrische Klinik) gelandet.

Zurück zum Fernstudium – ich war stehengeblieben bei der Aufgabe, ein Exposé für einen Kino-Werbefilm über Mc.Donalds zu kreieren. Tsja, vor dieser Aufgabe stehe ich immer noch. Man stelle sich vor: Herr Fleckenstein, überzeugter (Fast-)Vegetarier und durch und durch ökologisch denkender Mensch, besuchte tatsächlich eine Filiale der o.g. Fastfood-Kette! Alles nur wegen dem Fernstudium! Also ich muss sagen, der Veggie-Burger und die Pommes waren noch nicht einmal so schlecht. Eine zündende Idee für den besagten Werbefilm hatte ich dort leider trotzdem nicht – ich war auch nur im Mc.Drive, vielleicht hätte ich doch einmal reingehen sollen.

Nichtsdestotrotz (<schreibt man das so?) habe ich jetzt wieder genügend Kreativmomentum um mich dieser wahnwitzigen Aufgabe zu stellen. ICH LIEBE ES! Ich will jetzt keine große Versprechungen machen, aber ich bin wild entschlossen, die ESA bis morgen Abend fertig zu haben. Meine reguläre Studienzeit läuft übrigens am 9. Mai ab…..17 Tage und noch 13 Studienhefte…..nnnnnein das schaffe ich wohl nicht mehr ganz, das wird wohl etwas knapp. Aber glücklicherweise kann ich ja bis zum Februar nächsten Jahres verlängern. Dennoch gelobe ich (wie schon so oft) Besserung und möchte mich wieder ein bisschen regelmäßiger mit dem Fernstudium befassen. Im Herbst möchte meine Frau übrigens auch mit einem Fernstudium beginnen. Huhähä – über das Studium meiner Frau zu bloggen wird bestimmt entspannter als über mein eigenes Studium…….

Zwischenfälle….

Neinneinnein, keine Sorge, dies ist nicht der Anfang einer Reihe von Blogposts mit den beliebtesten Ausreden fürs Fernlernen. Die aktuelle ESA ist zwar noch nicht draußen, allerdings habe ich mir aber auch einen Fuß gebrochen. Deshalb bin ich leider noch nicht weitergekommen mit dem Fernstudium. Nach ein paar Tagen in der Horizontalen, in denen meine Kreativität wegen anhaltender Schmerzen nahzu bei Null war, habe ich ab jetzt wieder etwas mehr Zeit. Dank dem neuen Laptop kann ich schließlich auch sitzend im Bett arbeiten. Das Krankenhaus bleibt mit erspart, da die Fraktur konservativ behandelt wird. Den Mittelfuß-Vorfuß hats etwas zerbröselt, aber wenn ich selbigen ein Weilchen entlaste, dann heilt das von selbst wieder zusammen.

Wenn die ESA zu meinem Hassthema Mc. & TV rausgegangen ist, melde ich mich allerdings sofort mit einem neuen Blogpost. Bis denne!

Fernsehspots und Freies Denken

Wie ich im letzten Blogpost bereits erwähnt hatte, steht für die nächste ESA (Studienheft 13) das Thema Fernsehspots und Kino-Werbefilme auf dem Studienplan. Meine Einsendeaufgabe ist noch nicht fertig, weil ich mich wieder einmal mit dem Problem konfrontiert sehe, über etwas schreiben zu müssen das ich ganz und gar ablehne. Die erste Aufgabe war ja noch erträglich, ein Storyboard für einen Daimler-Benz Gebrauchtwagen Werbespot. Nach und nach hat sich eine Idee in mir formiert, die ich dann schließlich auch zu Papier gebracht habe. Auch für die Aufgabe Nr.3 der ESA, ein Fernsehspot-Treatment für ein Versandhaus, habe ich schon einige Ideen beisammen. Aber ein Kino-Werbefilm für Mc. Donalds……meine Güte wie soll ich das nur auf die Reihe bekommen.

Natürlich habe ich spontan die Konzepte für eine ganze Reihe von Kurzfilmen zum Thema Mc. Donalds im Kopf – nur wäre das keinesfalls Werbung für dieses Unternehmen, sondern eher das krasse Gegenteil. Ich bin mir auch darüber im Klaren, dass ich nach dieser ESA nie mehr etwas zum Thema Mc. Donalds schreiben muss – deswegen fällt mir aber trotzdem nichts ein. Stellt euch doch einfach mal einen militanten Veganer vor (bin ich nicht), der für Fleischklopse werben soll…..da kann doch garnix bei rauskommen, oder? Oh Mann…. Gestern war ich sogar mit meinen Kids im Kino (Unsere Ozeane). Irgendwie hatte ich ja gehofft, neben den Eindrücken dieses wirklich einmaligen Filmes, vielleicht noch die Idee für einen Werbefilm mit nach Hause nehmen zu können – Pustekuchen.

Vielleicht die gestresste Ehefrau, die Ihrem gleichfalls gestressten Ehemann den Speiseplan für die nächste Woche vorlegt: Montags Fisch (Fishmac), Dienstags vegetarisch (Veggiemac), Mittwochs Geflügel (Chickenmac), Donnerstag Fleisch (Hamburger Royal), Freitags Salat (Macsalat?), Samstag Kartoffeln (Pommes) und das Sonntagsmenü (XXL Menü)… Montags dann erste Anzeichen sämtlicher Zivilisationskrankheiten vielleicht? Und zu jedem Junkfood-Highlight plärrt dann ein anderes Familienmitglied ICH LIEBE ES! …..oh wie ich es hasse! Oder vielleicht die Kinder, dass die sich mal eine Woche um den Speiseplan kümmern – Speisekarte s.o.. Die dicken Kinder von Landau – kennt die überhaupt noch jemand? – die könnte man auch in eine Mc. Fit Filiale setzen und vor sich hin mampfen lassen. Nein halt, schon wieder die falsche Richtung.

Herrgott nochmal, soll denn wirklich meine Motivation und der positive Ausgang meines Fernstudiums an einer Fastfood-Kette scheitern. NEIN KEINESFALLS! Ich werde kämpfen und mein freies Denken für 6 Stunden in den tiefsten und dunkelsten Keller sperren. In diesen 6 Stunden wird dann der ultimativ beste Mc. Donalds Kino-Werbefilm entstehen den es jemals gab. Jobangebote von führenden Werbeagenturen muss ich danach wahrscheinlich abwimmeln wir ein Pferd die Fliegen, aber egal. Mein neuer Laptop ist mittlerweile übrigens auch angekommen. Wie bei jedem neuen Mac, lief natürlich auch bei diesem Rechner nicht alles glatt. Am vorletzten Freitag sollte er kommen, aber die Post hatte das Paket verschlampt! (?) Mit etwas angeschwollenen Halsschlagadern, bin ich dann schließlich am Samstag nach Bad Kissingen gefahren und hab mir einen anderen Rechner geholt.

Durch eine glückliche Verkettung von Zufällen, bekam ich jetzt auch den großen Rechner mit 500GB Festplatte, großer Doppelgrafik (512VRAM) und 2,8GHZ. Alternativ sollte ich nämlich den Laptop in der kleineren Ausführung bekommen, allerdings mit Glossy-Display – das war den weiten Weg nach Bad Kissingen allemal wert. Dieses Glossy Display ist wohl eine der größten (oder die einzige) Fehlentwicklung die Macintosh jemals auf den Markt gebracht hat. Ich hab mir dieses Display mal angeschaut, bzw. habe ich MICH angeschaut, das war nämlich das einzige das ich gesehen habe auf dem Schirm – mein Spiegelbild. Ich kann mir nur vorstellen, dass diese Art von Display für Bordellbesitzer entworfen wurde, welche ja bekanntlich bevorzugt im Dunkeln arbeiten. Naja, ich habe jetzt wieder mein wunderschönes NON-Glossy-Display und einen absolut geilen neuen Laptop. Am Ende dieser Woche gibt es übrigens noch einen (ESA-) Blogpost – ich würde etwas darum geben, wenn ich jetzt schon wüsste was drinnen steht….

Jabbadabbadduuuu – Bergfest und die erste 0,7!!

Heute nachmittag habe ich die Einsendeaufgabe vom Studienheft WeTe12 an meinen Studienleiter geschickt. Somit habe ich 13 von 26 Studienheften durchgearbeitet und die Hälfte meines Fernstudiums hinter mich gebracht. Mein Notendurchschnitt liegt aktuell bei 1,4 und in Anbetracht der Tatsache, dass ich vor 5 Wochen noch kurz vor dem Aufgeben stand, bin ich echt stolz wie Oskar. Aber eins nach dem anderen. Der letzte Blogpost hatte ja damit geendet, dass ich meine ESA Nr.11 zum Thema Public Relations mit sehr gemischten Gefühlen auf den Weg gebracht hatte.

Um mich etwas von dem Stress abzulenken der mir wegen dieser ESA im Magen lag, stürzte ich mich wieder in jegliche Arbeit die mir unter die Finger kam und natürlich auch auf das Studienhaft Nr. 12 zum Thema Funk. Wieder einmal war meine Verwunderung groß, auf welche Sachen man alles achten muss wenn man einen Funkspot publizieren will der auch ins Ohr geht. Sendezeiten, Art des Senders, Zuhörerschaft, die Art des Funkspots und die Position im Radioprogramm…..alles in allem aber höchst interessant.

An dieser Stelle muss ich übrigens mal etwas beichten. In fast den gesamten Studienheften sind immer Links und Adressen angegeben über die man sich zum aktuellen Themengebiet informieren kann und soll. Gerade im aktuellen Heft wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass man sich so viele Funkspots wie möglich anhören soll bevor man auch nur den ersten Satz des Spot-Textes schreibt. Nun…..ich habe mir keinen einzigen Spot angehört, genauso wenig wie ich nach anderen Plakaten, Werbebriefen, PR-Texten, Bus-&Bahnwerbungen oder Einladungen geschaut habe.

Ich persönlich glaube fest daran, dass sich meine Kreativität nur dann voll entfaltet, wenn Sie ausschließlich aus mir selbst kommt. Wenn ich mir andere Sachen anschaue, dann kann ich in Versuchung geraten irgendetwas ähnliches machen zu wollen oder etwas abzukupfern. Die technischen Möglichkeiten die mir für meine Werbebotschaften zur Verfügung stehen, werden mir perfekt durch die Studienhefte nahe gebracht. Was danach kommt muss von mir kommen – diesen Anspruch habe ich. Es ist zudem ein sehr schönes Gefühl wenn man sagen kann: In meinen Lösungen ist jedes einzelne Wort auf meinem Mist gewachsen!

Mittlerweile traf auch die ersehnte E-mail vom smartLearn-Campus der HAF ein. Dieses Mal war es fast wieder so spannend wie bei den ersten ESA´s, ich hatte ein ungutes Gefühl, weil ich meine Leistung im PR-Bereich echt nicht einschätzen konnte. Aber nach 5-minütigen Bangen hatte ich die Ziffer vor Augen, welche mich sehr überraschte und erleichterte: Eine glatte 1,0 puuuh! Da war natürlich der Elan groß, gleich mit der Funk-ESA noch eine gute Note nachzulegen. Ein Blick auf die ESA vom WeTe12 raubte mir aber ein gutes Stück meiner Zuversicht…

Ausgerechnet ein Funkspot für Media Markt. Also viele Unternehmen gibt es nicht, gegen die ich mehr Abneigung verspüre als gegen diesen Laden, der seinen Kunden Tag für Tag folgende Message einbläut: Ich bin doch blöd, ich bin doch blöd, ich bin doch blöd. Der gebildete Leser weiß ja wahrscheinlich, dass unser Unterbewusstsein das Wörtchen “nicht” kaum wahrnehmen kann und somit kommt eben o.g. Message im Hirnkasterl an. Ähnlich wie bei meinen speziellen klerikalen Freunden: Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa und dabei noch schön die Meridiane beklopfen……da steigt mir die Galle hoch!

Naja, ist ja alles nur fürs Fernstudium, deswegen muss ich ja noch lange nicht in den Laden gehen und diese Strategien unterstützen. Zähne zusammenbeissen und durch. Seltsamerweise fielen mir Funkspots noch und nöcher ein sobald ich mich an die Arbeit gesetzt hatte – 6 Funkspots á 30 sek sollte ich kreieren und als ich nach 4h auf meine Dateien schaute, da hatte ich schon 10 Stück beisammen. Das fürchterliche bei dieser Einsendeaufgabe waren allerdings nicht die Texte, sondern das Vorsprechen um den Zeitrahmen zu realisieren.

Ich wartete immer bis ich mich unbeobachtet wähnte und dann schlüpfte ich in die Rolle des Radiosprechers. Mit der Stoppuhr in der Hand rezitierte ich lautstark meine getexteten Funkspots. Spätestens nach dem zweiten Spot hatten sich jedoch bereits meine Kinder angeschlichen und brüllten los vor Lachen. Also schickte ich meine Mädels zum Schlittschuh laufen, damit ich heute nachmittag meine Ruhe hatte. Tatsächlich ging auch gegen 17 Uhr die Einsendeaufgabe heraus – vor circa einer halben Stunde kam auch bereits die E-Mail mit der Benotung meiner Arbeit: Die erste 0,7 Summa Cum Laude!!!!

Das ist doch wirklich einmal ein Grund zum feiern. Deswegen gönne ich mir jetzt gleich, zusammen mit meiner Family zwei große Pötte mit gutem Demeter Bio-Eis (Nuss und Erdbeere – GÖTTLICH!!). Selbstverständlich liegt das Studienheft WeTe13 schon auf meinem Schreibtisch. In diesem Heft geht es unter anderem um Fernsehspots. Leichtsinnigerweise warf ich schon einmal ein Blick auf die nächste ESA die mir bevorsteht und da – meine lieben Leser – und da traf mich wirklich fast der Schlag! Einen Fernsehspot für Mc Donalds soll ich mir einfallen lassen – NEEEEEEEIIIIIN! Mir bleibt wirklich nichts erspart. Ich bin mir zu 100% sicher, dass es jetzt wirklich nicht mehr schlimmer kommen kann. Deshalb, aus aktuellem Anlass:

DAS WORT ZUM FREITAG:
Zum Thema Mc. Donalds und Media Markt (wenn auch nicht in direktem Bezug) fallen mir die Worte des seligen und von mir hochverehrten Dr. Max Otto Bruker ein, welcher schon in den 60er und 70er Jahren propagierte: Kaufen Sie nichts wofür Werbung gemacht wird! (ja ich weiß dass ich gerade ein Fernstudium zum  Werbetexter mache) Gerade in puncto ernährungsbedingter Krankheiten, welche angeblich 80% aller internistischen Krankheitsbilder ausmachen, zeigt sich der Wahrheitsgehalt dieser weisen Worte von Jahr zu Jahr mehr. Deshalb gilt für mich: Für mein Fernstudium schreibe ich natürlich auch Werbespots für das o.g. Unternehmen, in meinem Berufsalltag würde ich mir aber eher eine Hand abhacken, bevor ich auch nur ein einziges Wort für den Laden schreiben würde. Nicht für alles Geld der Welt. Basta!

Fernstudium Helau!

Heute morgen trugen sich in unserem verschlafenen Dörfchen seltsame Dinge zu. Als ich beim örtlichen Bäcker die Ladentüre öffnete, schwankten mir lallend zwei Bekannte entgegen die laut HELAU!!! brüllten und danach fragend mein verblüfftes Gesicht musterten. Zu allem Unglück steckten die beiden armen Kreaturen auch noch in Mönchsroben auf denen die Reste der letzten 3-4 Mahlzeiten zu sehen waren (andere Möglichkeiten mochte ich erst gar nicht in Betracht ziehen). Mit verständnisvoller Geste drückte mir einer der beiden eine Tonflasche mit Bügelverschluss in die Hände und riet mir dazu, einen kräftigen Schluck zu nehmen – in dieser Flasche befinde sich Terminator-Doppelbock (o.ä.) erklärte der Flaschenbesitzer nicht ohne einen gewissen Stolz in der Stimme. Da ich als Antialkoholiker wahrscheinlich nach nur einem Schluck dieses Gebräus noch wesentlich schlimmer ausgesehen hätte als die beiden zusammen, lehnte ich dankend ab. Äwwerdukömmsdochsumrosemontochzuug – sagte der eine noch zum Abschied. Aus seinem Tonfall schloss ich, das es sich bei diesem Gebrabbel um eine Frage gehandelt hatte und gab zurück: Ja, mal sehen.

Die Bäckereifachverkäuferin, deren Haupt von einem grün-roten Hütchen geschmückt wurde, klärte mich dann schließlich auf, dass wir heute Rosenmontag hätten und einer der beiden Gesellen mich fragte, ob ich auch zum Faschingsumzug käme. OK somit war alles klar. Die jährliche, staatlich und klerikal geförderte Zwangsspaßphase hatte also wieder einmal ohne mein Wissen ihren Zenit erreicht. Nichts wie nach Hause und warten bis die Feierlichkeiten ihr trauriges Ende gefunden haben. Obwohl mir plötzlich der Gedanke durch den Kopf schoss, ob man eigentlich ein Fernstudium zum Faschingsprinz absolvieren könnte – keine Chance, als Faschingsprinz wird man wahrscheinlich geboren. Das muss schon in den Genen liegen und die DNA ist von Geburt an darauf getriggert, dass solche Menschen an diesen Tagen ganz besonders lustig sind.

Schluss jetzt mit der Faschingsmuffelei, ich gönn ja jedem Menschen seinen Spaß. Kehren wir zurück zum Fernstudium. Ich muss sagen, in diesen Tagen an denen der Löwenanteil der Menschen am feiern oder am katern ist, da hat man die nötige Ruhe zum fernstudieren. Das PR-Heft habe ich durchgeackert und die Einsendeaufgabe vom Studienheft WeTe11 ist vor einer Stunde rausgegangen. Ich hielt die letzte ESA ja schon für recht aufwändig – aber für die PR-ESA habe ich noch eine ganze Ecke länger gebraucht. Unglaublich an was man bei einer Pressemitteilung, einer Presseeinladung oder einer Presseinformation so alles denken muss. Wie kann ich die Presse zu einem Ereignis locken, damit sie nachher die breite Öffentlichkeit als positive Werbung für das Unternehmen darüber informiert?

Im Falle einer Pressemitteilung über eine neue Lackieranlage, setzte ich ein Gehege mit Angora-Meerschweinchen in den Abzug der Lackierstraße – mal sehen ob das gutgeht…. Zumal ich gar nicht genau weiß ob es überhaupt Angora-Meerschweinchen gibt. Für ein Modehaus das Übergrößen anbietet, veranstaltete ich einen Sumo-Ringkampf und ließ die “Miss Rubens” wählen. Also auf das Ergebnis dieser ESA bin ich wirklich sehr gespannt. Eins habe ich jedoch deutlich bemerkt: PR ist absolut nicht mein Lieblingsthema.

Entgegen meiner schlimmsten Vermutungen, kostet ein neues MacBook pro gar keine 3.000€ mehr – sofern man es nicht maßlos übertreibt. Ganz im Gegenteil, für nur 1.800 Euronen gibt es ein wirklich schickes 15″ Laptop von Macintosh. Das alles noch über Finanzierung und ohne Anzahlung, dafür zu einer monatlichen Rate die ganze 30.-€ günstiger ist als die für den letzten Rechner – da konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Bei meinem schönen alten MacBook war natürlich das Motherboard im Eimer und die Reparaturkosten beliefen sich auf ca. 1.200€ – ohne Garantie das es hinterher funktioniert und nicht noch andere Komponenten ersoffen sind. Da ich so ein Ding brauche, musste ich also (halb)schweren Herzens ein neues ordern.

Meine neuen Schuber von der HAF sind mittlerweile auch angekommen und ich habe gleich meine Studienhefte einsortiert (siehe Foto) – komme mir langsam vor wie ein richtiger Streber (das sagt meine Große auch schon dauernd über mich). Sogar ein Inhaltsverzeichnis habe ich angelegt, um vergangene Studien-Themen noch schneller und einfacher zu finden – wer hätte das vor 4 Wochen gedacht, haha. Gleich nach dem Absenden der aktuellen ESA (mit sehr zwiespältigen Gefühlen) machte ich mich über das nächste Studienheft, das WeTe 12 her. Das nächste Studien-Thema ist der Funk. Es geht um Radiowerbung und Funkspots – sieht so aus als könnte mir dieses Thema gut von der Hand gehen.

fs.schuber

Als ich übrigens heute Morgen den Notendurchschnitt für mein Fernstudium errechnet habe, kam ich auf stolze 1,509! Also wenn die aktuelle ESA zum Thema Public Relations mit 1,0 oder 1,3 bewertet wird (was ich bezweifle), dann schaffe ich auch einen Schnitt von <1,5 bis zum Ende des Lehrgangs – denn wie gesagt: PR war ganz und gar nicht mein Thema. Egal, jetzt habe ich keinen Einfluss mehr darauf und setzte mich über das Thema Funkspots und Radiowerbung. Bis demnächst!
PS: Allen Faschingsfans (fast hätte ich Faschisten geschrieben) wünsche ich noch eine gute Zeit bis zum Aschermittwoch – viel Spaß und wenig Kopfweh!

Von Wetterfrust, Arbeitswut und Schicksalsschlägen mit Moral

Wenn die berühmte gute Fee jetzt in mein Wohnzimmer spazieren würde, dann hätte ich folgende drei Wünsche an sie: Frühling, Frühling und noch einmal Frühling. Von Schnee, Straßenglätte und Minustemperaturen habe ich derart gründlich die Nase voll wie noch in keinem anderen Jahr vorher. Ich sitze jetzt schon seit Wochen in der Bude und kann kaum vor die Türe. Der Schnee liegt über einen Meter hoch in unserem Hof . Am Wochenende haben wir glücklicherweise unser Auto ausgraben können – an wegfahren ist aber immer noch nicht zu denken weil die Hofeinfahrt eine geschlossene und streusalz-resistente Eisfläche ist. Naja, genug übers Wetter gejammert – beim Fernstudium gibts eigentlich nix zu jammern, im Gegenteil: Momentan sitze ich in jeder freien Minute über meinen Studienheften – nur um nicht der Versuchung zu erliegen zum Fenster hinaus zu schauen.

Die letzte ESA unter dem Motto “Mit Schuhen von Görtz” wurde zu meinem Entzücken mit 1,0 bewertet – das war doch schon einmal ein kleiner Sonnenstrahl. Mit ungezügelter Arbeitswut und die Gefahr in Kauf nehmend, meine Motivation wieder einmal zu “verheizen”, stürzte ich mich sofort auf das Studienheft WeTe 10. Der Titel dieses Heftes lautete “Alltägliche Geschichten”. Es ging um Gelegenheitsanzeigen in Vereinsblättchen von Kaninchenzüchtern und lokalen “Fresh-air-snapping”-Vereinen. Die Werbenden in diesem Metier sind meist Handwerker, Banken oder der Einzelhandel. Ich muss ehrlich sagen dass mir diese Art von Texten irgendwie liegt- ob ich damit richtig liege, wird das Ergebnis der nächsten ESA zeigen.

Ein weiteres Thema des Studienheftes waren Glückwünsche zu Weihnachten und zum Jahresbeginn, was wiederum nicht so ganz mein Fall ist – genau wie das nächste Thema: Stellenanzeigen. Der Lehrstoff war allerdings wieder interessant aufgebaut und gut verständlich, so dass ich mich nicht allzu sehr durch den Stoff quälen musste. Das letzte Thema vom Studienheft Nr. 10 waren Einladungen zu allen möglichen Anlässen. Nun gut, dank Wetter-Depri und entspanntem Arbeitsaufkommen war ich in nur zwei Tagen mit dem Stoff durch. Die Einsendeaufgabe am Schluss war jedoch wesentlich aufwändiger als die letzte ESA. Ganze sechs Anzeigen waren zu texten und ein Handwerker-Stichwort für die gelben Seiten wurde gesucht.

Als ich mitten in der ersten Anzeige steckte, fragte mich meine kleine Tochter ob Sie einen Film (Ice Age 3) auf dem Laptop schauen könne. Weil ich mit der ESA voran kommen wollte, machte ich den folgenschweren Fehler und sagte JA. Nach circa einer halben Stunde – Manni, Elli, Crash und Eddie waren gerade im Dino-Land angekommen und hatten Diego wiedergetroffen – fragte mich meine Kleine seelenruhig ob ich ihr mal bitte ein Handtuch oder die Zewa-Rolle geben könne. Genervt gab ich zurück, dass sie die gewünschten Utensilien doch bitte selbst besorgen solle – das ginge nicht, sie muss den Laptop hochhalten weil alles nass ist. Böses ahnend drehte ich mich langsam um und was ich dann sah, ließ mir die Nackenhaare zu Berge stehen.

Die Kleine hatte ein komplettes Halbliter-Glas mit Wasser über den Rechner gekippt. Die Brühe floss aus dem Laufwerk und aus den Lautsprecher-Öffnungen ins Freie. Ich schrie aus Leibeskräften “MACH DEN RECHNER AUS!!!” aber genau nachdem das letzte Wort verklungen war, machte mein ehemals 3.000€ teures 17″ MacBook Pro ein Geräusch das verdächtig nach PFFRRRZZ… klang und dann war es dunkel. Komischerweise blieb ich ruhig. Ich redete mir krampfhaft ein, dass ich das gute Stück einfach nur kopfüber in die Badezimmerheizung hängen müsse und am nächsten Tag wäre es wieder trocken und funktionstüchtig. Pustekuchen! Der Monitor blieb auch am nächsten Tag noch so dunkel wie ein schwarzes Loch – in das besagte schwarze Loch wurde ich aber allmählich hineingezogen.

DAS KOMMT DAVON – wenn man seine Kids vor die Glotze setzt weil man keine Zeit für sie hat! Meinen großen stationären Rechner habe ich ja glücklicherweise noch – einen neuen Laptop kann ich mir definitiv nicht leisten – weder geleast und schon gar nicht bar-cash. Shit happens! Mit einem Tag Unterbrechung machte ich wieder mit meiner aktuellen ESA weiter, allerdings noch vehementer als vorher. Der Zeitaufwand für die Einsendeaufgabe war dieses Mal relativ hoch und ich saß bestimmt 10-12 Stunden an den Lösungen. Zwischendurch machte ich allerdings eine erfreuliche Feststellung: Das Texten fällt mir immer leichter und ich gehe wesentlich strukturierter vor als am Anfang. Ein schönes Beispiel: Am Sonntag Abend setzte ich mich an meinen Schreibtisch um einen Flyer in eigener Sache zu entwerfen (mit den Themen Räuchern, Heilung, schamanische Trommelreise und Deeksha), zu meiner größten Überraschung hatte ich bis Mitternacht – in Kombination mit dem Macintosh-Programm Pages und meinen Texterkenntnissen – einen wunderschönen Flyer kreiert.

Auch die Texte und Konzepte die ich mir in meinem Arbeitsleben ausdenken muss, fallen wesentlich besser aus und gehen mir deutlich besser von der Hand als vorher. An dieser Stelle wird es wohl Zeit, der HAF und vor allem meinem Studienleiter ein riesengroßes Lob auszusprechen. Ich habe mich dank des interessanten und gut aufgebauten Lernstoffes in Bezug auf die Schreiberei erheblich weiterentwickelt. Außerdem hätte ich wirklich NIE im Leben gedacht, dass das Texterleben derart vielfältig ist – wenn ich auf meine Erwartungen zurückblicke die ich am Anfang von diesem Fernstudium hatte, dann muss ich ehrlich sagen dass sie verkehrter kaum sein konnten. Entgegen meinem Entschluss, keine Studienheft-Stehsammler mehr nachzubestellen, habe ich mir vorgestern doch noch zwei dieser Teile bestellt – denn das Studienmaterial ist wirklich perfekt als Nachschlagewerk und Grundsubstanz des Texterlebens zu gebrauchen. Der Texter-Brockhaus in 26 Bänden sozusagen.

Nach einem relativ hohen Arbeitspensum habe ich heute Morgen um 10:00 die ESA vom Studienhaft WeTe10 verschickt. Eigentlich habe ich ein recht gutes Gefühl, für eine 1,0 wird es vielleicht nicht ganz reichen, aber eine 2 könnte sicher drin sein. Nach der E-Mail an den Studienleiter kam nahtlos das Studienheft Nr.11 auf den Tisch – Auweia! Ganz und gar nicht mein Thema: Public Relations… Als ich die ersten paar Seiten durchgearbeitet hatte, warf ich einen bangen Blick auf die ESA dieses Heftes – mit dem Ergebnis: Das geht nicht, also wie ich das schaffen soll ist mir ein Rätsel. Pressemitteilungen und eine Einladung zur Jahreshauptversammlung der Deutschen Bank…..Brrrrrrr. Einigermaßen resigniert ließ ich den Kopf hängen und machte mich selbstheuchlerisch an andere liegengebliebene Kleinigkeiten fürs Geschäft, welche mir plötzlich ganz wichtig vorkamen.

Am frühen Nachmittag kam dann auch schon die abgeschlossene Korrektur vom WeTe10 – wieder eine 1,0 – sensationell und genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich dachte mir: “Hintern hoch Herr Fleckenstein – das Thema PR kriegst Du ja wohl auch geregelt!”  Wundersamerweise war dieses Thema auch gar nicht so fürchterlich wie ich angenommen hatte – ganz im Gegenteil, es wurde sogar richtig interessant und so hatte ich, bis ich anfing zu bloggen, das Studienheft zu 75% durchgearbeitet. Die Einsendeaufgabe WeTe11, die ich am Anfang als schier unmöglich eingestuft hatte, ist zwar bestimmt nicht ohne, aber durchaus zu schaffen. Also trotz kaputtem Laptop alles in Butter – wir lesen uns nächste Woche in alter Frische…

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