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Fernstudium Psychologie:
Fachwissen vertiefen und Kompetenzen festigen

Ein Fernstudium Psychologie macht die Studierenden zwar nicht zu Psychologen bzw. Psychologinnen, kann jedoch sehr hilfreich sein, um menschliches Verhalten und Erleben besser einschätzen zu können. Die Kenntnisse und Fähigkeiten, die bei einer Weiterbildung erworben werden, können häufig im Beruf und auch privat hervorragend eingesetzt werden.

Mit klinischer Psychologie hat das Studium allerdings sehr wenig zu tun, denn bisher ist es in Deutschland nur an der Euro-FH möglich, ein Psychologie-Fernstudium mit Bachelor-Abschluss zu absolvieren - und dort auch nur unter Einschränkungen:

Redaktionstipp

Das ILS – Institut für Lernsysteme bietet als eine der wenigen Fernschulen in Deutschland ein umfangreiches Kursangebot in dem Bereich der Psychologie an.

Von "ILS - Institut für Lernsysteme" werden derzeit Fernkurse in folgenden Kategorien zum Thema "Psychologie" angeboten:

Prof. Dr. Warneke (Euro-FH): "Laut des derzeit gültigen Psychotherapeutengesetzes ist Voraussetzung für die Zulassung zur Psychotherapieausbildung, dass jemand Psychologie an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule studiert hat. Dies bedeutet, dass man mit diesem Studiengang nach der derzeit gültigen Gesetzeslage nicht die Voraussetzungen für die Therapie-Ausbildung schaffen kann. Wenn jemand sicher ist, beruflich Psychotherapeut werden zu wollen, dann sollte er an einer Universität Psychologie studieren." [zum vollständigen Interview]

 

Die Betriebspsychologie etwa ist eine Disziplin, die besonders in größeren Unternehmen immer mehr an Relevanz gewinnt. Dabei geht es um das Erkennen und Lösen von zwischenmenschlichen und persönlichen Störungsfeldern am Arbeitsplatz. Ein weiteres Fernstudium, in dem Lösungsansätze der Psychologie gelehrt werden, ist die Weiterbildung zum Mediator. Hier lernen die Studierenden verschiedene Möglichkeiten kennen, zwischen Konfliktparteien erfolgreich zu vermitteln.

Fakten zum Psychologie Fernstudium

   Voraussetzungen

Bachelor: Hochschul- oder Fachhochschulreife

   Dauer

Durchschnittlich 6 Semester in Vollzeit (ca. 40 Std./Woche)

   Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

   Kosten

Bachelor: bis zu 15.000€

Der Lehrgang zum psychologischen Berater bzw. Coach ist eine besonders gefragte Weiterbildung, denn die Nachfrage nach qualifiziertem Coaching ist derzeit immens hoch. Eine ähnlich hohe Nachfrage erlebt der Fernkurs zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Bei diesen beiden Teilbereichen der Psychologie werden den Studierenden unter anderem die Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung und andere „sanfte“ Methoden der psychologischen Intervention vermittelt.

Wichtig ist jedoch bei all bei diesen Weiterbildungen auch, dass den Absolventen die Grenzen der gelernten Behandlungsmöglichkeiten bewusst sind. Ganz gleich welcher Fachbereich der Psychologie mit einem Fernstudium vertieft werden soll, eine Weiterbildung in diesem Sektor lohnt sich fast immer. Das Verhalten der Mitmenschen oder Mitarbeiter besser zu verstehen und einzuschätzen, kann auch in außergewöhnlichen Situationen hilfreich sein. Wobei nicht differenziert werden muss, ob solche Situationen im Berufsalltag oder im Privatleben auftreten.

Umso wichtiger ist eine zeitgemäße und innovative Ausbildung in Psychologie. Ein Fernstudium eignet sich wegen der unerreichten Flexibilität besonders gut für die Weiterbildung in diesem Fachbereich, denn ein Psychologie Fernstudium kann berufsbegleitend absolviert werden.

Das einzige Spezialgebiet für das immer noch recht wenige Fernkurse angeboten werden, ist die klinische Psychologie – doch gelingt der Einstieg in diese Thematik auch durchaus mit einem Fernlehrgang ohne akademischen Abschluss.


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Studieninhalte

Viele Studiengänge orientieren sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Einige Hochschulen bieten spezielle Fächer an, wie etwa die "Gemeindepsychologie", die von der FernUniversität Hagen als einzige deutsche Hochschule angeboten wird.

Mögliche Kerninhalte sind die traditionellen Fächer:

  • Allgemeine Psychologie
  • Methodenlehre
  • Sozialpsychologie
  • Entwicklungspsychologie
  • Persönlichkeitspsychologie oder differentielle Psychologie
  • Biologische Psychologie / Physiologie

Die anwendungsorientierten Fächer hingegen sind optional:

  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Führungspsychologie
  • Gerontopsychologie
  • Gesundheitspsychologie
  • Medienpsychologie
  • Personalpsychologie
  • Pädagogische Psychologie
  • Rechtspsychologie
  • Sportpsychologie
  • Umweltpsychologie
  • Wirtschaftspsychologie

Grundlagenfächer

Die allgemeine Psychologie behandelt die Phänomene, die allen Menschen gemeinsam sind. Sie beschreibt und erklärt verhaltensrelevante Gesetzmäßigkeiten und macht allgemeinen Aussagen über das Denken, die Motivation, die Gründe und das Verhalten von Menschen. Die Methodenlehre untersucht die Möglichkeiten psychologischen Erkenntnisgewinns. Sie bedient sich dabei vor allem der Psychologischen Diagnostik, der Wissenschaftstheorie, der Ethik, der Experimentalmethodik und der Evaluationsforschung. Auch die mathematische Wahrscheinlichkeitslehre und - in den letzten Jahren - die Informatik spielen in ihr eine immer gewichtigere Rolle.

Die Sozialpsychologie analysiert das Erleben und Verhalten in sozialen Situationen und fokussiert die Grundfunktionen der Wahrnehmung, Kognition und die sich daraus ergebenen Lernprozesse in der Interaktion mit anderen. Die Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit der Beschreibung und Erklärung der psychischen Funktionen, allen voran dem Verhalten, der Emotionen, der Gefühle und der Handlungsmuster von Menschen von der Geburt an. Dabei werden die Veränderungen über weite Lebensspannen hinaus analysiert, um so zu einem ganzheitlichen Entwicklungsmodell zu gelangen.

Die Persönlichkeitspsychologie analysiert und beschreibt die spezifischen Unterschiede im Verhalten zwischen einzelnen Personen. Anhand verschiedener Versuchsreihen möchte sie begründen können, wie die jeweiligen Unterschiede der Personen bzw. deren Verhalten und Handlungen zustande kommen und welchen Einfluss die natürlichen Gegebenheiten oder das soziale Umfeld darauf haben. Die biologische Psychologie oder auch Biopsychologie ist eine Teildisziplin, die sich mit der Verknüpfung von Prozessen auf biologischer Ebene und dem Verhalten oder der Wahrnehmung von Menschen ergeben. Dieser Methodik liegt die Annahme zugrunde, dass sich köperliche Funktionen und psychische Vorgänge wechselseitig beeinflussen.

Dauer

In Vollzeit dauert das Studium in der Regel 6 Semester. In Teilzeit muss man von einem doppelt so langem Zeitraum (12 Semester) ausgehen.

Voraussetzungen

Für den Bachelorabschluss benötigen Sie die (Fach-)Hochschulreife. Nur in wenigen Ausnahmen können Sie ohne diese Qualifikation studieren. Für den Master benötigen Sie logischerweise den abgeschlossenen Bachelorstudiengang. Auch hier sind Ausnahmen möglich. Diese sind allerdings immer daran geknüpft, welches Hochschulgesetz zugrunde liegt und welche Berufserfahrungen Sie vorweisen können. In allen Fällen ist auch ein Eignungstest notwendig.

Prof. Dr. Warneke (Euro-FH): "Wie bei allen Studiengängen der Euro-FH sind die Module nach ECTS-Punkten gewichtet. Dadurch lassen sich auch Anrechnungsmöglichkeiten prüfen. Berufserfahrung können wir leider nicht anrechnen, aber wenn jemand aus einem vorherigen Studium erfolgreich erbrachte Leistungen nachweisen kann, dann können wir diese bei inhaltlicher Passung anrechnen. Typischerweise müsste jemand dann zuvor Psychologie oder einen interdisziplinären Psychologie-Studiengang studiert haben, damit Anrechnungsmöglichkeiten bestehen. Das werden wir im Einzelfall prüfen. [zum vollständigen Interview]"

Natürlich gibt es keine charakterlichen Voraussetzungen. Sie sollten jedoch einmal einen Blick auf folgende Fähigkeiten werfen und diese an sich selbst analysieren:

   sozial

 

   logisch

 

   kommunikativ

 

   analytisch

 

Berufsaussichten

Die größten Berufsfelder für Psychologen sind nach wie vor die Arbeitsfeldern der Klinischen und der Pädagogischen Psychologie. Folgt man den Vorgaben in den Landesschulgesetzen und den vertraglichen Bindungen zwischen Krankenhäusern wird ein der Regel eine mindestens fünfjährige Ausbildung verlangt, die meistens mit einer zusätzlichen Spezialisierung verbunden ist. Häufig wird pro Bereich nur ein Psychologe beschäftigt, welcher mehrere Anwendungsfeldern abdecken muss.

Einrichtungen mit mehr als einer Stelle bieten für Psychologen vor allem folgende Tätigkeiten an:

  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Gesundheitsberatung
  • Bildungsberatung
  • Aufklärung und Durchführung von Diagnostik

Psychologen sind hochwertig ausgebildet und haben daher auf dem Arbeitsmarkt Chancen vor allem in den oben genannten Bereichen. Der Vorteil eines Bachelor-Abschlusses besteht darin, dass sich für diese Absolventen ein Arbeitsmarkt öffnet, für den Diplom-Psychologen häufig zu überqualifiziert waren. Viele Bachelor-Absolventen finden bereits jetzt einschlägige Arbeitsplätze im Bereich der psychologischen Dienstleistung - vor allem in der Verwaltung (Referenten etc.) und Dienstleistung (Assistenz der Geschäftsführung), zu der eigentlich keine spezielle psychologische Ausbildung erforderlich ist.

Prof. Dr. Warneke (Euro-FH): "Die besten Möglichkeiten, sich zu spezialisieren, gibt es über die Wahl des Themas für die Abschlussarbeit sowie über ein Praxisprojekt, welches in das Curriculum integriert ist. Dieses kann entweder als klassisches Praktikum absolviert werden oder von Berufstätigen, die ein Praktikum zeitlich nicht einrichten können, über die Bearbeitung eines praktischen Projekts erfüllt werden. So könnte man beispielsweise unter Anleitung eines Psychologen, der in diesem Bereich tätig ist, auch sein Praxisprojekt im Bereich Marketing absolvieren. Die Prinzipien der Wahrnehmung, die Funktionsweise des Gedächtnisses oder die Mechanismen von Emotionen sind mehrere Beispiele von Inhalten, die zuvor gelehrt werden und hier nutzbringend praktische Verwendung finden könnten. [zum vollständigen Interview]"

Berufsbild

Das Fernstudium Psychologie ist dazu geeignet, sich selbst und andere Menschen besser einschätzen zu können und Handlungen sowie die dahinter stehenden Motivationen zu verstehen. Diese Fähigkeiten werden in immer stärkerem Maße der Arbeitswelt nachgefragt, vor allem in den Bereichen des Sozialwesens und Personalwesens. Aber auch im Management geht es immer stärker um die Einschätzung von Führungspersönlichkeiten, der Analyse von Autorität und die Einschätzung von Teamkompetenzen.

Psychologen sind nicht nur in klinischen Bereichen vertreten. Auch im Bildungssystem leisten sie als SchulpsychologInnen wertvolle Arbeit. Das großflächige Sozialwesen nutzt ebenfalls die Expertise und Erfahrung von Psychologen - etwa im karitativen Bereich. Die Einsatzmöglichkeiten sind daher:

  • Bildungssystem bzw. Schulpsychologie
  • Sozialsystem und karitative Organisationen
  • Coach oder psychologischer Berater
  • Personalabteilungen
  • Betriebspsychologie
  • Wirtschaftspsychologie
  • Öffentliche Verwaltung

Pro und Contra Fernstudium Psychologie

Pro

Das Fernstudium Psychologie kann man zeitlich flexibel von zu Hause aus absolvieren. Wer bereits eine beratende Tätigkeit ausübt, kann mit dem Bachelor seine Qualifikation weiter verbessern und eventuell in völlig neue Tätigkeitsfelder vorstoßen. Das akademische Wissen kann zudem das bereits aus der Praxis erworbene Wissen festigen oder zu einer kritischen Reflexion der bisherigen Praktiken führen.
Beim Fernstudium gibt es keine Zulassungsbedingungen in Form von numerus clausus (NCs), sodass jeder mit einer Hochschulreife das Fach studieren kann. Für Menschen, die in der Bewegung eingeschränkt sind, ist das Fernstudium perfekt geeignet.

Contra

Der Bachelor-Abschluss ist keine Qualifizierung zum Psychotherapeuten. Da jedoch viele, die sich für Psychologie interessieren oder sich dort beruflich weiterbilden möchten, daran interessiert sind, ist der Bachelor kein passender Abschluss.Um wirklich therapeuthisch arbeiten zu dürfen, muss man ein Masterstudium anschließen und sich auf einen der begehrten klinischen Studienplätze bewerben.
Außerdem lernt man im Bachelor-Studium trotz Praxisphasen viel theoretisches Wissen, was für eine beratende Tätigkeit unter Umständen nicht ausreichend ist.

Weiterführende Informationen

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP): www.bdp-verband.de

Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V.: www.dgps.de

Deutscher Psychologen Verlag: www.psychologenverlag.de

Zeitschrift zum Thema Psychologie: www.psychologie-heute.de

Über den Autor

Fabian Haubner kümmert sich seit vielen Jahren um die Vermarktung von Fernstudium Direkt. Der ausgebildete Diplom-Kaufmann ist seit 2010 verantwortlich für das Projekt. Dabei kümmert er sich sowohl um die Textqualität als auch um die Usability der Seite.

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