Das Gesundheitswesen steht vor großen Veränderungen. Durch die Folgen der demografischen Entwicklung sowie durch die Veränderung in der Finanzierung von Versorgungsleistungen und Dienstleistungen im Gesundheitssektor, müssen neue Anpassungsprozesse geschaffen werden. Dabei treten aber neben den gesundheitsökonomischen Aspekten vor allem Patient:in und Patient:innennutzen immer mehr in den Mittelpunkt.
Für die Gesundheitsberufe ergibt sich die Notwendigkeit eines Wandels. Die neuen Herausforderungen bringen eine Ausdifferenzierung und Erweiterung des Kompetenz- und Aufgabenspektrums der Berufe mit sich. Die Strategie liegt dabei im Mix zwischen Generalisierung und Spezialisierung.
Wie entstehen neue Berufsfelder?
Um zukünftig eine Verzahnung zwischen den verschiedenen Sektoren der medizinischen Versorgung zu optimieren, entwickeln sich auch immer mehr neue Berufsfelder in der Gesundheitsbranche. Rund 4,2 Millionen Menschen arbeiten derzeit in einem Gesundheitsberuf. Damit sind mehr Menschen dort beschäftigt, als in der Autoindustrie oder der Elektronikbranche. Die Nachfrage nach qualifizierten Kräften ist groß.
Neben den rein kurativen Maßnahmen spielen auch immer mehr präventive Angebote eine wichtige Rolle. Die Gesundheitsförderung und Rehabilitation hat enorm an Bedeutung gewonnen. Damit gehen auch neue Berufswege und Ausbildungsmöglichkeiten einher. Die dynamische Gesundheitsbranche zählt heute schon über 800 verschiedene Berufe.
Wichtig für die Professionalisierung und Attraktivität der Gesundheitsberufe ist eine optimierte Ausbildung und Qualifizierung der einzelnen Berufsfelder. Im Bereich der Weiterbildung durch ein Fernstudium wurden daher in den letzten Jahren viele neue Fortbildungsmaßnahmen entwickelt, die sich an das geänderte Kompetenzspektrum ausrichten. Vor allem die demografischen Veränderung in der Bevölkerung fordern eine neue Orientierung in der Pflege- und Therapieausbildung und -weiterbildung.
Was sind die Folgen und Chancen des demografischen Wandels?
Der Einflussfaktor Demografie setzt eine wesentliche Rahmenbedingung für die Entwicklung des Gesundheitswesens für die nächsten Jahrzehnte.
Pflegerische Fachkräfte
Gerade der Bereich der steigenden Pflegebedürftigkeit (bis zum Jahr 2050 werden geschätzte 4,2 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein) wird viele therapeutische, medizinischen und pflegerische Fachkräfte fordern. Dabei geht der Trend zu einer Etablierung neuer Konzepte der nicht-stationären Behandlung und des betreuten Wohnens. Neue häusliche Versorgungskonzepte bieten mittlerweile eine ganze Reihe von krankenhaustypischen Dienstleistungen an und brauchen geeignetes Personal.
Psychiatrische Fachkräfte
Doch auch andere Bevölkerungsgruppen werden in den kommenden Jahren bei zukünftigen Bedarfsanalysen zunehmend eine Rolle spielen. So wird die demografische Entwicklung zu einer Zunahme im Bereich der psychischen bzw. der gerontopsychiatrischen Erkrankungen (Demenz, Depression) führen. Besonders Demenz ist eine der häufigsten Störungen bei älteren Patient:innen und fordert besonders ausgebildete Pflegekräfte.
Therapeutische Fachkräfte
Auch die Anzahl an älteren behinderten Menschen wird zunehmen. Bereits heute haben 75% der in Deutschland lebenden Menschen mit Behinderung das 55. Lebensjahr überschritten. Dementsprechend werden diejenigen, die mit dem Alter ihre wichtigsten Betreuer:innen wie Eltern und Partner:in verlieren, auf andere Hilfe und Pflege angewiesen sein. Angebote zur individuellen Kompetenzförderung und –erhaltung werden weiter ausgebaut werden müssen. Fachkräfte, die hier auf die nicht-stationäre Förderung und Betreuung ausgerichtet sind, entsprechend gesucht.

Was ist der zweite Gesundheitsmarkt?
Neben diesen eng an die klassische Gesundheitsversorgung gekoppelten Berufsfeldern, entwickeln sich noch weitere Branchen. Denn Gesundheit wird immer mehr mit Wohlbefinden und einer erhöhten Lebensqualität verbunden. Der sogenannte zweite Gesundheitsmarkt wächst neben der lange nur über die regulierte und durch die gesetzliche Krankenversicherung finanzierte Gesundheitsversorgung. Er bezeichnet alle privaten, frei finanzierten Güter und Dienstleistungen.
Die wesentlichen Bereiche dieses Gesundheitsmarktes sind
- Wellness
- Prävention
- Gesundheitstourismus
- Patient:innenberatung
- IT in der Gesundheitswirtschaft
Aktuell macht dieser Bereich zwar mit knapp dreißig Prozent den deutlich kleineren Anteil in den Ausgaben aus, doch dürfte er angesichts des steigenden Gesundheitsbedürfnisses weiteren Zuwachs in den nächsten Jahren erhalten.
Bist du für einen Fernlehrgang in der Fachrichtung Gesundheitswesen geeignet?
Diese Soft Skills solltest du mitbringen, wenn du dich für einen Fernlehrgang im Bereich Gesundheitswesen interessierst:
- Einfühlungsvermögen
- Fürsorge
- Gesundheitsbewusstsein
- Sozialkompetenz
Wie hoch sind die Kosten im Bereich Gesundheitswesen?
Für ein Gesundheitswesen fallen Kosten von 30 € bis 27.360 € an.
Mit welcher Studiendauer kannst du im Fach Gesundheitswesen rechnen?
Die Dauer des Fernstudiengangs variiert zwischen 1 (Zertifikat) und 42 Monaten (Bachelor). Die durchschnittliche Studiendauer beträgt 12,5 Monate.
Hilfreiche Bewertungen und Erfahrungen für die Kategorie Gesundheitswesen
Insgesamt wurde das Fernstudium „Gesundheitswesen“ durchschnittlich mit 4,6 von 5 Sternen von 3811 Teilnehmen bewertet. Besonders ragt der Kurs Achtsamkeitstrainer (ALH) des Anbieters ALH-Akademie mit einer Bewertung von 5 Sternen von 3.811 Teilnehmern heraus. Am besten bewertet unter den akademischen Anbietern wurde die Fernhochschule AIHE Academic Institute for Higher Education GmbH mit einer Bewertung von 5 Sternen. Die meisten Bewertungen im akademischen Sektor weist die Fernhochschule ALH-Akademie mit insgesamt 1.881 Bewertungen aus. Am besten bewertet unter den akademischen Anbietern wurde die Fernschule Dogtisch Academy mit einer Bewertung von 5 Sternen. Die meisten Bewertungen im akademischen Sektor weist die Fernschule ALH-Akademie mit insgesamt 873 Bewertungen aus.